Bürgermeisterin besucht Nachbarschaftshaus Michael

Quartiersarbeit soll die Stadt beleben

Steinfurt

Die Arbeit im Nachbarschaftshaus Michael will die Stadt beleben. Das erfuhr Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer bei einem Besuch. Und andersherum soll das Leben in der Stadt Impulse für die Arbeit vor Ort geben.

wn

Geschäftsführer Burkhard Baumann, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und die Quartiersmanagerinnen Andrea Jäger und Verena Wilmer (v. l.) tauschten sich im Nachbarschaftshaus Michael aus.Foto: privat Foto:

Zum ersten Mal hat Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer das Nachbarschaftshaus Michael im Wohnviertel „Weberquartier“ in Borghorst besucht. Die Quartiersmanagerinnen Andrea Jäger und Verena Wilmer zeigten ihr die Räume und erläuterten ihr Konzept der Sozialraumarbeit. Die Bürgermeisterin zeigte sich dankbar für den „vertieften Einblick“ und würdigte das neue Nachbarschaftshaus als einen zusätzlichen Treffpunkt und Ort der Begegnung für die Menschen in Borghorst, „der auch politisch so gewollt ist“.

Burkhard Baumann, Geschäftsführer der Domus Caritas, dem Träger der neuen Einrichtung, gab einen Überblick über die Entwicklung des Nachbarschaftshauses innerhalb des neu entstandenen, generationsübergreifenden Wohnquartiers. Etwa eine halbe Million Euro aus Stiftungsgeldern sind für den Bau des Nachbarschaftshauses aufgewendet worden. Zusätzlich sind die beiden Quartiersmanagerinnen-Stellen – insgesamt eine Dreiviertel-Vollzeitstelle – über drei Jahre gesichert, um nachbarschaftliche Initiativen im Weberquartier anzuregen. Neben dem Nachbarschaftshaus betreibt die Domus Caritas im Weberquartier eine Seniorentagespflege und bietet über das Heinrich-Roleff-Haus und die Caritas-Sozialstation weitere ambulante Leistungen zum „Wohnen mit Service“ an.

Das jüngste Projekt „Ein Jahr leben in der Corona-Pandemie – Emotionen, Eindrücke, Hoffnungen“ fordert die Borghorster auf, ihre Erfahrungen des letzten Jahres kreativ umzusetzen. „Mit den Ergebnissen, egal ob gemaltes Bild, Fotocollage, Geschichte oder Rezept, möchten wir eine Ausstellung bestücken und diese am liebsten in den Schaufenstern der leeren Ladenlokale in der Innenstadt zeigen“, erläutert Verena Wilmer. Das hoffentlich bald startende Angebot „Zu Besuch bei Nachbarn“ soll den Menschen in Borghorst die Möglichkeit geben, Institutionen und deren Verantwortliche einmal anders kennenzulernen. Im Rahmen dieser Aktion lud die Bürgermeisterin spontan in das Rathaus ein.

„Uns fordert das Quartiersmanagement heraus, denn wir wollen hier neue Strukturen schaffen, die auch dauerhaft bestehen können“, so Burkhard Baumann. „Wir freuen uns, wenn wir mit der Quartiersarbeit die Stadt beleben können und wenn die Stadt uns belebt.“

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