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Trotz gewohnt später Infos ging der Übergang in den Präsenzunterricht erstaunlich geschmeidig vonstatten

Schulstart besser als gedacht

Nach den zweiten Corona-Schulferien hofften viele Schulen mit sinkender Inzidenz und steigender Impfquote darauf, in den gewohnten Präsenzunterricht einzusteigen. Dass die Zahlen nicht so stabil bleiben, deutete sich gegen Ende der Ferien bereits an. Laut RKI seien es vor allem gerade junge Menschen und Reiserückkehrer, die für die hohen Inzidenzen in NRW sorgen.Dementsprechend mussten sich die Schulen erneut die Frage stellen: Sind wir entsprechend auf ein weiteres Corona-Schuljahr vorbereitet, um guten und sicheren Unterricht in Präsenz halten zu können?

Von und

Auch das neue Schuljahr startet mit den gewohnten Corona-Regeln. Obwohl viel Kritik in den Ferien kam, es würde zu wenig Vorbereitungen für das neue Jahr geben, verzeichnen die lokalen Schulen einen guten Start. Foto: Matthias Balk/dpa

Nach den zweiten Corona-Schulferien hofften viele Schulen mit sinkender Inzidenz und steigender Impfquote darauf, in den gewohnten Präsenzunterricht einzusteigen. Dass die Zahlen nicht so stabil bleiben, deutete sich gegen Ende der Ferien bereits an. Laut RKI seien es vor allem gerade junge Menschen und Reiserückkehrer, die für die hohen Inzidenzen in NRW sorgen.

Dementsprechend mussten sich die Schulen erneut die Frage stellen: Sind wir entsprechend auf ein weiteres Corona-Schuljahr vorbereitet, um guten und sicheren Unterricht in Präsenz halten zu können?

Die Landesregierung sieht sich auf der sicheren Seite. Das Land habe Millionenbeträge bereitgestellt, um Klassenräume mit Luftfiltern auszustatten. Außerdem werde die Test-Struktur mit zwei Tests pro Woche für zusätzliche Sicherheit sorgen. Schaut man in die Klassenräume in Steinfurt, sieht es größtenteils so aus wie vor den Ferien. Lehrer und Schüler sitzen mit Maske im Raum, die Fenster sind geöffnet. Auch wenn sich die Situation mit den Impfungen verbessert hat, gibt es von vielen Seiten Kritik, dass die Sommerferien nicht ausreichend genutzt wurden, um in die Infrastruktur zu investieren oder neue Konzepte zu erarbeiten.

Zumindest in den Klassenzimmern in Steinfurt scheint die Lage entspannt zu sein. „Meiner Meinung nach ist der Schulstart der momentanen Lage entsprechend gut gelungen. Natürlich ist das regelmäßige Testen manchmal anstrengend, aber ich finde es auch trotz vollständiger Impfung vollkommen in Ordnung. Ich halte es für notwendig, da es zum Schutz aller beiträgt“, erzählt Anne Riedl Schülerin des Gymnasium Arnoldinum. Ein ähnlich positives Bild zeichnen die Lehrer des Gymnasiums. „Mir persönlich war vor dem Schulstart vor allem wichtig, dass die Schule in Präsenz stattfinden und auch in Präsenz bleiben soll. Vor diesem Hintergrund unterstütze ich alle Maßnahmen, die diesem Zweck dienen, nämlich gemeinsam Unterricht im Klassen- und Kursverband zu haben. Zwar kamen die Mitteilungen von den zuständigen oberen Stellen wieder recht spät, aber das sind die Schulen, leider, inzwischen ja gewöhnt. Genau wie sich alle an das Tragen der Masken weitgehend gewöhnt haben. Die Hygienekonzepte werden immer ausgefeilter, für unsere Schule sind es inzwischen ganze 13 Seiten. Doch die Grundregeln sind einfach und immer noch die aus dem letzten Schuljahr: Maske tragen, Abstand halten, Hände waschen, Lüften. Nach meiner Wahrnehmung ist das Sicherheitsgefühl gestiegen, auch wenn die Zahlen gerade wieder ansteigen, weil nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern inzwischen geimpft ist. Ich wünsche uns sehr, dass wir ohne umfängliche Quarantäne-Maßnahmen durch die nächsten Monate kommen“, meint Andrea Heming vom Arnoldinum.

Auch die Realschule am Buchenberg verzeichnet einen reibungslosen Start aus den Sommerferien. Konrektor Romuald Mevert freut sich vor allem über die Mitarbeit der Schüler: „Der Start lief bei uns ziemlich gut ab. In den Ferien mussten wir wenig nachjustieren, da sich das Konzept bei uns bewährt hat und auch direkt wieder gut anlief. Der gestaffelte Unterrichtsbeginn und auch das System in unserer Mensa klappte sofort wieder einwandfrei und hier auch ein großes Lob an die Schüler. Wir müssen kaum wen ermahnen, die Maske aufzuziehen. Viele behalten sie sogar während der Pausen auf. Dementsprechend haben wir gerade ein sehr gutes Gefühl, wobei wir natürlich auch ein kritisches Auge auf die Zahlen werfen müssen und uns Gedanken machen über den Ernstfall, wenn es einzelne Infektionsfälle an unserer Schule gibt. Bisher können wir uns aber nicht beschweren. Auch die Eltern haben gut mitgearbeitet und uns in den Ferien Bescheid gegeben, falls sie Rückkehrer aus Risikogebieten sind und sich dementsprechend haben testen lassen. Diese Faktoren haben dafür gesorgt, dass wir einen reibungslosen Übergang hatten.“

Damit die Situation an den Schulen im Kreis auch weiterhin so bleibt, werden unter anderem Impfaktionen für Schüler geplant. Ein Zusammenschluss Borghorster Ärzte arbeitet dafür eng mit Schulen und Eltern zusammen, um so möglichst schnell jedem Schüler ein Impfangebot machen zu können.

Lisa Merker & Max Roll

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