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Eine Hälfte wurde gesperrt

Sportler leiden unter Tropfsteinhalle

Borghorst

Wieder einmal bereitet die große Sporthalle des Borghorster Gymnasiums Kopfschmerzen: Da es von der Deck tropt, musste ein Hallenteil geschlossen werden.

Die Sporthalle am Gymnasium Borghorst ist nicht ganz dicht. Das Dach soll in den kommenden Wochen repariert werden. Foto: Axel Roll

Es tropft – schon wieder. Mit Eimern und Wannen wird das Wasser aufgefangen, das in der großen Sporthalle des Borghorster Gymnasiums von der Decke fällt. Für Freizeitsportler und Schülerinnen und Schüler, die sich dort regelmäßig körperlich ertüchtigen (müssen), ist das kein ungewohntes Bild. „Anfang des Jahres hatten wir das schon einmal“, erinnert sich eine Übungsleiterin nur zu gut. „Und jetzt geht das Drama schon wieder los.“ Wieder ist eine Hälfte der Sporthalle gesperrt. Den ganzen Sommer über hatten die Nutzer Ruhe.

Einschränkungen

Dr. André Wenning als Leiter des Borghorster Gymnasiums sieht die räumliche Einschränkung relativ gelassen. „Die Schülerinnen und Schüler müssen ein bisschen zusammenrücken. Das funktioniert aber gut, weil wir die Halle selten gleichzeitig mit zwei Klassen nutzen.“ Außerdem bestehe bei der augenblicklichen Wetterlage immer wieder die Möglichkeit, den Sportunterricht nach draußen zu verlegen. André Wenning hat Anfang der Woche von der „Tropfsteinhalle“ erfahren.

Die Sportvereine, die am Abend in der Halle sind, haben da schon mit größeren Einschränkungen zu kämpfen, wie Übungsleiter auf Anfrage betonten.

Problematik bekannt

Technischer Beigeordneter Hans Schröder kennt die Problematik und verspricht Abhilfe. Erst am gestrigen Freitag war er mit einem Fachmann vor Ort. Ergebnis: Tropfwasser trete an vereinzelten Stellen aus und suche sich seinen Weg vom Dach in die Decke auf den Boden. Der sei aber gesichert.

Schon in den kommenden Wochen sollen „Abdichtungsmaßnahmen“ erfolgen, so Schröder. Damit soll ein Regenwasserablauf abgedichtet werden. „Hier hat sich altersbedingt die Folienbahn am Einlauf gelöst“, erklärt der Baudezernent die Ursache für den Indoor-Regen. Der Ablauf werde mit den Dichtungsbahnen neu verklebt. Nicht nur das: „Ferner werden alle Abläufe auf dem Dach und die Stöße der Dichtungsbahnen genau auf Dichtigkeit untersucht und gegebenenfalls nachgearbeitet.“

Abdichten

Dacharbeiten waren eigentlich schon viel eher geplant gewesen. „Auf unsere Ausschreibung gab es aber keine Angebote“, bedauert der Technische Beigeordnete. Die Halle, und damit das Dach, stammen aus den 70er Jahren. Wie Schröder recherchiert hat, fand in 2008 eine komplette Flachdachinstandsetzung statt. „Aus bauphysikalischen Gründen“, so der Technische Beigeordnete, sollte bei der unbeachteten Ausschreibung die in 2008 aufgetragene zusätzliche Abdichtung entfernt und die Dachabdichtung neu aufgebaut werden.

Hans Schröder geht davon aus, dass nach den jetzt ins Auge gefassten Dacharbeiten die Halle wieder freigegeben werden kann. In Vorbereitung sei die erneute Ausschreibung für die Abdichtung des gesamten Daches. Wann die Arbeiten in Angriff genommen werden können, ist deswegen noch nicht ganz klar.

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