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Pfarreileitung und Kirchenvorstand beschließen Energiesparmaßnahmen

St. Nikomedes bleibt im Winter kalt und zu

Borghorst

Die Kirchengemeinde St. Nikomedes wird ihre Pfarrkirche in den kommenden Wintermonaten schließen, um Energie zu sparen. Die Gottesdienste finden dann in der Marienkirche statt. In Burgsteinfurt verändert sich an den Messzeiten nichts. Die Kirche St. Johannes Nepomuk bleibt offen, auch wenn die Temperaturen dort, wie in weiteren kirchlichen Gebäuden, gesenkt wird.

Die St.-Nikomedes-Gemeinde verlegt in den Wintermonaten ihre Gottesdienst in die Marienkirche, um Energie zu sparen. Die Pfarrkirche in Borghorst wird vorübergehend geschlossen. Foto: Linus Lintner

Sowohl in der St.-Nikomedes-Kirche als auch in der Stiftskapelle werden ab dem 7. November (Montag) die Heizungen bis Ende des Winters abgestellt. Das haben die Pastorale Pfarreileitung (PPL) und der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Nikomedes mit Blick auf die enorm gestiegenen Energiekosten beschlossen. Gottesdienste werden in der Pfarrkirche nur noch bis einschließlich 11. November (Sonntag) gefeiert. Ausnahmen werden für Beerdigungsämter und Tauffeiern gemacht. Sie können auf Wunsch weiterhin in dem dann allerdings unbeheizten Gotteshaus stattfinden.

Geöffnet für alle kirchlichen Feiern und Begegnungen bleibt die Marienkirche. Allerdings, so teilen die Führungsgremien von St. Nikomedes mit, müssen sich die Gottesdienstbesucher dann auch dort darauf einstellen, dass die Temperaturen abgesenkt werden.

„Die aktuellen politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und klimatischen Entwicklungen stellen uns vor große Herausforderung, so auch die Kirchengemeinden. An erster Stelle steht hier ganz akut die Herausforderung, den Energieverbrauch und damit verbunden auch die Kosten möglichst weit zu senken.“ Auf diese gemeinsam von den Bauabteilungen der deutschen Bistümer in Abstimmung mit den jeweiligen Umwelt-, Orgel- und Kunstabteilungen erstellten und herausgegeben Handlungsempfehlungen berufen sich die PPL und der Kirchenvorstand.

Das sei, wie Martin Varwick, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte, ein logischer und für jedermann nachvollziehbarer Weg gewesen. Andernfalls würden die Kosten, die die überwiegend alten Anlagen und die alte Bausubstanz verursachen, völlig ausufern. Im Vergleich dazu sei die Energiebilanz der Marienkirche nach ihrem Umbau top, wie Varwick anführte.

Von den Einsparungen sind auch weitere Gebäude im Eigentum der Kirche betroffen. Beispielsweise die Pfarrämter, Pfarrhäuser oder die FBS, wo die Raumtemperaturen auf 19 Grad abgesenkt werden. Kindergärten sind nicht betroffen.

In Burgsteinfurt sollen die Gottesdienste unverändert in der Kirche St. Johannes Nepomuk gefeiert werden. Dort sei der Gasverbrauch der Anlage zwar noch überschaubar, an den Thermostaten werde dennoch gedreht.

Wo und wann die Gottesdienste an den Weihnachtstagen gefeiert werden, darüber will die Gemeinde in Kürze noch weitere Infos geben. Fest steht bereits, dass die Abendmessen an den vier Adventssonntagen von St. Nikomedes über den Buchenberg nach St. Johannes Nepomuk verlegt werden. Grund: Es werden mehr Gottesdienstbesucher erwartet, als in der Marienkirche Platz finden würden.

Auf die von verschiedenen Seiten vorgetragenen Ideen und Vorschläge, dass sich die evangelischen Gemeinden und die katholische Gemeinde St. Nikomedes im ökumenischen Geist zusammenschließen und womöglich nur ein Gotteshaus in Steinfurt für alle Gottesdienste öffnen und heizen, geht die Presseinformation von St. Nikomedes nicht ein. Auch Martin Varwick erklärt dazu, dass sich Pastorale Pfarreileitung und Kirchenvorstand bei der Diskussion um Energiesparmaßnahmen zunächst mit der eigenen Situation auseinandergesetzt hätten.

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