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Stadt erteilt Genehmigung für ersten Bauabschnitt auf dem Gesundheitscampus

Start im zweiten Quartal 2023

Steinfurt

Nach längerem Stillstand auf der Baustelle gibt es Neuigkeiten vom Steinfurter Gesundheitscampus. Stadt und Investor berichten davon, dass die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt erteilt worden ist.

Claudia Bögel-Hoyer und Hans Schröder haben die Baugenehmigung für das Pflegeheim an Stefan Gräf (r.) im Rathaus übergeben.So sieht der Bebauungsplan für den Gesundheitscampus auf dem Gelände des ehemaligen Weber-Quartiers aus.

Nach scheinbar monatelangem Stillstand auf der Baustelle und Rätselraten in der Öffentlichkeit, warum es keine sichtbaren Fortschritte beim Bau des neuen Gesundheitscampus‘ in Borghorst gibt, berichten Stadtverwaltung und Investoren-Gesellschaft am Ende dieser Woche von Neuigkeiten: Die Baugenehmigung für den ersten Abschnitt des Millionen-Projekts, den Bau des vollstationären Pflegeheims, ist erteilt. Im Verlauf eines Arbeitsbesuchs haben Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und Technischer Beigeordneter Hans Schröder die entsprechenden Unterlagen an Stefan Gräf, Vorstand der IGP Advantag AG, im Steinfurter Rathaus überreicht. „Damit kann die IGP-Gruppe die Verhandlungen mit den künftigen Nutzern, als auch mit den Bauunternehmen fortführen beziehungsweise abschließen“, wird Gräf in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert und ergänzt: „Bei erfolgreichen Abschlussverhandlungen rechnen wir mit einem Beginn der Bauarbeiten im zweiten Quartal des kommenden Jahres.“

Im Mai war Jennifer Gräf, Geschäftsführerin der IGP-Projekt GmbH, in einem Interview mit dieser Zeitung noch zuversichtlich, im zweiten Halbjahr dieses Jahres den ersten Spatenstich machen zu können. Verzögerungen waren daraufhin mit der Klärung letzter planungsrechtlicher Fragen begründet worden.

„Wir sind jetzt auf einem guten Weg“, hat Hans Schröder am Donnerstag im Bauausschuss zum Stand der Verhandlungen hinter verschlossenen Türen berichtet. Auch für die geplante Kindertagesstätte auf dem Gelände sei die Baugenehmigung „so gut wie fertig“.

Über konkrete Planungs- und Verfahrensfortschritte sind die Ausschussmitglieder auch von Niels Herrmann informiert worden. Der Tiefbauamtsleiter skizzierte in der Sitzung, wie das rund 25 000 Quadratmeter große Areal zukünftig entwässert werden soll. Die Aufgabe, das Gebiet an das bestehende System anzubinden, sei komplex und aufgrund der Dimensionen eine Herausforderung. Es müsse parallel zum Straßenbau entlang der Rubens- und neuen Arnold-Kock-Straße eine neue Kanaltrasse geschaffen werden. Dabei würden Rohre mit einem Durchmesser bis zu 1,60 Meter verbaut. Fest stehe, dass ein städtischer Hauptmischwasserkanal so marode sei, dass er ersetzt werden muss. Anfang kommenden Jahres soll mit den Vorbereitungen begonnen werden. Ursprünglich geplant war einmal, damit spätestens Ende Juli zu starten.

Die IGP-Gruppe um Bauherr Stefan Gräf spricht nach dem Termin im Rathaus unterdessen davon, dass mit der erteilten Baugenehmigung für das Pflegeheim ein neuer Meilenstein in dem Projekt erreicht worden ist. Die Baustraße sei vorbereitet und die Rohrleitungen soweit umgelegt, dass die künftige Baustelle nun auch erschlossen werden kann. „Wir freuen uns, dass wir bei der Umsetzung des Projekts einen Schritt weiter sind und dass der Campus bald in die Höhe wachsen kann“, so Gräf.

Aussagen darüber, ob mittlerweile auch ein Betreiber für das Herzstück des Campus‘, das Reha-Zentrum, gefunden worden ist, macht die IGP in ihrem jüngsten Statement nicht.

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