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Verkehrssituation Ringelnatzstraße: Vor-Ort-Termin der Anlieger mit Stadt, Nabu und Parteivertretern

Straßenbeet wird zum Politikum

Burgsteinfurt

Der Streit um ein ehrenamtlich gepflegtes Straßenbeet in der Ringelnatzstraße (wir berichteten) wird jetzt zum Politikum: Nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer ist in der kommenden Woche ein Vor-Ort-Termin angesetzt, an dem neben Vertretern der Stadt, des Nabu und des neu gegründeten Vereins „Steinfurt liebende Bürgerinnen und Bürger“ auch Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, SPD und FDP teilnehmen werden. Das kündigte Daniel Bracht-Franke gegenüber dieser Zeitung an.

Von Ralph Schippersund

Bis zu 500 Fahrzeuge befahren nach Anlieger-Schätzungen tagtäglich die Ringelnatzstraße, um zu den dahinter liegenden Wohngebieten zu kommen. Viele Autofahrer halten sich dabei offenbar nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Foto:

Der Streit um ein ehrenamtlich gepflegtes Straßenbeet in der Ringelnatzstraße (wir berichteten) wird jetzt zum Politikum: Nach einem Gespräch mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer ist in der kommenden Woche ein Vor-Ort-Termin angesetzt, an dem neben Vertretern der Stadt, des Nabu und des neu gegründeten Vereins „Steinfurt liebende Bürgerinnen und Bürger“ auch Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, SPD und FDP teilnehmen werden. Das kündigte Daniel Bracht-Franke gegenüber dieser Zeitung an.

Der Anlieger pflegt seit rund drei Jahren das besagte Beet, zusammen mit einem weiteren Hausbesitzer und hatte die Aufforderung der Stadt, die während des Sommers auf mehr als zwei Meter hochgeschossene Bepflanzung aus Verkehrssicherungsgründen einzukürzen, öffentlich kritisiert. Die Sicht von Autofahrern sei eingeschränkt, so die Begründung der Kommune.

Die Beetpaten können dieser Argumentation nicht folgen. Sie verweisen auf die verkehrsberuhigende Funktion, die der Bewuchs habe. Der Anlass sei gegeben. In einer der Redaktion vorliegenden Mail an die Bürgermeisterin spricht Bracht-Franke von zahlreichen Autofahrern, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halten. Trauriger Höhepunkt sei vor rund fünf Wochen ein Pizza-Auslieferungsfahrer gewesen. „Der ist mit gut 70 Sachen durch die Ringelnatzstraße gebrettert. Nur ein beherzter Sprung in die Rabatte hat mich vor Schlimmeren bewahrt“, berichtet der Anlieger.

Bracht-Franke weist zudem auf die hohe Verkehrsbelastung hin. Nach der Erschließung der Baugebiete Pferdekamp 1 und 2 sowie Hollacker seien rund 90 Einfamilienhäuser hinzugekommen. Der gesamte Verkehr fließe über die Ringelnatzstraße, eine Erschließung zur Horstmarer Straße sei seinerzeit abgelehnt worden – ebenso wie eine Deklarierung als verkehrsberuhigter Bereich, eben aufgrund der Erschließungsfunktion.

Indes: Verkehrsberuhigender Handlungsbedarf ist nach Meinung des Anliegers dringend gegeben, die kürzlich erfolgte Aufstellung von drei Betonkegeln sei bei weitem nicht ausreichend. Bracht-Franke hat viele Vorschläge: Von der Öffnung der Ringelnatzstraße zur Horstmarer Straße über die Aufbringung von Markierungen und die Aufstellung weiterer Kegel bis zur Aufstellung eine Geschwindigkeitsmessanlage reicht die Palette. „Vielleicht können wir ja gemeinsam mit den Fachdiensten Tiefbau sowie der Politik, dem Nabu und dem Verein ,Steinfurt liebende Bürgerinnen und Bürger‘ eine gute, konstruktive Lösung erarbeiten“, so seine Hoffnung.

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