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Aufwändige Telefon-Recherche

Kontaktnachverfolgung: „Containment Scouts“ kommen nicht mehr nach

Steinfurt/Münsterland

50 „Scouts“ telefonieren im Kreis Steinfurt täglich hinter Kontaktpersonen von Corona-Infizierten her. Zur aktuellen Situation muss der Leiter der dortigen Stabsstelle Corona jedoch eine bittere Feststellung machen. Ein Blick hinter die Kulissen.

Von Gunnar A. Pier

Vieltelefonierer im großen Sitzungssaal des Steinfurter Kreishauses: Täglich von 7.30 bis 22 Uhr versuchen von hier aus 50 Mitarbeiter, die Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu erreichen und abzuklären, ob sie ebenfalls in Quarantäne geschickt werden müssen. Foto: Gunnar A. Pier

Im Großen Sitzungssaal des Steinfurter Kreishauses reden sie sich mal wieder mit glühenden Ohren die Stimmen heiser. Doch es ist gar nicht der Kreistag, der hier für das permanente Gemurmel sorgt. An langen Tischen sitzen Menschen mit Masken, Headsets und jeweils zwei üppigen Monitoren und telefonieren. Den ganzen Tag. Doch es ist fast aussichtslos: „Wir haben 18 Monate lang alle Kontakte nachverfolgt – aber jetzt können wir es nicht mehr schaffen“, sagt der Adminis­trative Leiter der Stabsstelle Corona Andreas Heeke fast resigniert.

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