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IT.NRW veröffentlicht aktuelle Zahlen für Steinfurt

Weniger Unfälle – dank Pandemie

Steinfurt

Aufgrund der Corona-Pandemie ging die Zahl der Unfälle im vergangenen Jahr gegenüber 2019 zurück.

Von Ralph Schippers

Steinfurt lag 2020 im Unfall-Ranking der Kommunen landesweit relativ weit vorn, allerdings sind die Zahlen im Vergleich zu 2019 (Foto zeigt Unfall auf der B 54) gesunken. Foto: keb

Das Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, ist in Steinfurt im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW relativ hoch: Wie aus dem in der vergangenen Woche vom statistischen Landesamt IT.NRW herausgegebenen Unfallatlas hervorgeht, nahm die Kreisstadt 2020 unter den 396 Städten und Gemeinden Platz 86 ein. Allerdings hat sich verglichen mit 2019 eine deutliche Verbesserung ergeben: Im letzten Vor-Coronajahr lag Steinfurt laut Unfallatlas-Auswertung, die auf Daten der polizeilichen Straßenverkehrsstatistik beruht, noch auf Rang 60. Pro 1000 Einwohner krachte es 2019 5,2 Mal, im Jahr darauf 4,4 Mal.

Statistik

Mit dem Rückgang der Unfallhäufigkeit im Corona-Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr folgt die Kreisstadt dem Landestrend: Insbesondere in den Monaten März, April und Mai und zum Jahresende lag die Zahl der Unfälle NRW-weit um bis zu 30 Prozent unter den Ergebnissen der entsprechenden Vorjahresmonate, stellten die Landesstatistiker fest. Dies waren die Zeiten, in denen die Menschen aufgrund der strengen Corona-Auflagen weniger unterwegs waren als in der Vor-Coronazeit.

51 Schwerverletzte

Im vergangenen Jahr, so die IT.NRW-Statistik, krachte es auf den Straßen Steinfurts insgesamt 150 Mal. In 120 Fällen kamen Personen zu Schaden. Es gab 51 Schwer- und 94 Leichtverletzte. Verkehrstote waren nicht zu beklagen. Im Jahr zuvor waren bei Unfällen im Straßenverkehr 136 Personen leicht und 44 schwer verletzt worden. Ein Mensch kam ums Leben.

Der Unfallatlas gibt auch Auskunft darüber, wo genau es im Stadtgebiet besonders häufig gekracht hat. Die Auswertung beschränkt sich dabei allerdings auf die Unfälle mit Personenschäden. Demnach ereigneten sich in Burgsteinfurt im vergangenen Jahr auf den Hauptverkehrsachsen Ochtruper Straße (vom Kreisverkehr bei Arning bis Finanzamt), Horstmarer Straße, Alexander-Koenig-Straße und Europaring allein 15 Crashs. Der Unfall-Hotspot 2020 in Borghorst ist relativ eng begrenzt: Auf der Meerstraße zwischen Kathrinenplatz und Einmündung zum Westfalenring krachte es sieben Mal.

Kreisweit die niedrigste Unfallhäufigkeit wiesen 2020 die kleinen Gemeinden Wettringen (Rang 333), Metelen (343) und Laer (370) auf. Als relativ gefährlich erwiesen sich demgegenüber die Straßen von Neuenkirchen (25), Tecklenburg (16) und Ochtrup (14).

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