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Förderverein Kreislehrgarten feiert sein „25+1“-jähriges Bestehen

Wie ein Garten Eden

Steinfurt

Der Förderverein Kreislehrgarten Steinfurt besteht 25 Jahren und hat das Jubiläum, aufgrund von Corona mit zwölf Monaten Verspätung, jetzt gefeiert. Sonne satt hat die Mitglieder bei ihrem Rundgang durch die Anlagen begleitet. Zugleich wurde eine Bilanz des zurückliegenden Vierteljahrhunderts gezogen.

Der Förderverein Kreislehrgarten Steinfurt hat sein 25-jähriges Bestehen, aufgrund von Corona mit einem Jahr Verspätung, gefeiert. Dank galt vor allem Klaus Krohme und seinem Team für die Arbeit. Natürlich wurde auch ein Rundgang durch die Anlagen unternommen. Foto: KLG

„Was kommt Euch in den Sinn, wenn ihr an den Garten Eden denkt?“ Mit dieser unerwarteten Frage hat die Vorsitzende und Steinfurter Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer ihre Rede zum 25-jährigen Bestehen des Fördervereins Kreislehrgarten Steinfurt eröffnet. Und sie hat auch gleich die Antwort gegeben: „Ein Blütenmeer, grüne Wiesen, sprudelndes Wasser, prall gefüllte Obstbäume. Alles summt und brummt. Eine Augenweide! Balsam für die Seele! Ja, unser Kreislehrgarten ist so eine Augenweide, ein Garten Eden!“

In den Gesichtern der zahlreich erschienenen Fördermitglieder zeichnete sich Zustimmung ab: „Ja so ist es wohl“, bedeutete der erste kräftige Applaus. Bögel-Hoyer baute mit ihren emotionalen Worten geradezu Bilder in den Köpfen auf, als sie dann einen gedanklichen Streifzug durch diesen einzigartigen „Garten Eden“ machte.

Das alles habe man allerdings Klaus Krohme und seinem unermüdlichen, fleißigen und kreativem Team zu verdanken, sparte die Vorsitzende nicht mit Lob. Ebenso dankte sie ihren Vorstandskollegen Heinz-Bernd Buss und Franz Niederau für die gute Zusammenarbeit sowie Landrat Dr. Martin Sommer und seinen Vorgängern, die sich in den vergangenen Jahren im Kreistag immer für den Erhalt „dieses wunderbaren Biotops“ eingesetzt hätten. Denn der Kreislehrgarten locke jedes Jahr bis zu 80 000 Besucherinnen und Besucher, zum Teil auch von weit her, an.

Eigentlich sollte die Feier zwar schon im vergangenen Jahr stattfinden, aber Corona hatte auch dem Förderverein einen Strich durch die Planungen gemacht. „Also, Happy Birthday zu 25 plus einem Jahr“, brachte Bögel-Hoyer die Anwesenden in Schwung.

Und die Bilanz des Fördervereins kann sich sehen lassen: „Durch die bis heute weit über 100 000 Euro Spenden wurde alles finanziert, was sie hier heute hier blühen und wachsen sehen“, hatte Lehrgartenleiter Klaus Krohme ausgerechnet. Dazu gehören, erklärte Bögel-Hoyer auch die QR-Codes an den Blumenbeeten, die ausführlich über die einzelnen Pflanzen berichten können, sowie die überall verteilten bequemen Bänke und sogar das große Zelt, das bei entsprechenden Wetterlagen schnell aufgebaut werden könne.

Bögel-Hoyer bedankte sich auch besonders beim Verein der Blumen- und Gartenfreunde Burgsteinfurt, die erst kürzlich über 2000 Euro gespendet haben.

Gerade im Hinblick auf eine mögliche Bewerbung zur Landesgartenschau sei der deutschlandweit einzigartige Kreislehrgarten sicher ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Bewerbung, zumal auch der Landesverband der Gartenbauvereine NRW an der Wemhöferstiege seinen Sitz hat.

Besonders stolz war die Fördervereinsvorsitzende über die Mitgliederentwicklung. Die Zahl der Förderer ist nach ihrem Antritt von 175 auf 200 in 2021 gestiegen. Heute zählt der Verein sogar 220 Mitglieder in seinen Reihen. „Und die tolle Nachricht ist, wir haben noch keinen Aufnahmestopp“, rief Bögel-Hoyer ihren applaudierenden Zuhörern mit einem Augenzwinkern zu.

Nachdem sie am Ende ihrer Ansprache auch noch das einfühlsame Gedicht „Das Samenkorn“ von Joachim Ringelnatz vorgetragen und Klaus Krohme für die Jubelgäste erfrischende Getränken und Currywürstchen vorbereitet hatte, gab es noch eine finale Überraschung: Der vor einem Jahr aus Bayern zugezogene Neu-Steinfurter Prof. Dr. Hubert Krenner mit seinen Sohn Matthias auf dem Arm erklärte spontan seinen Eintritt in den Verein. Somit sind es jetzt 222 Mitglieder.

Selbstverständlich durfte ein Rundgang durch die Anlagen nicht fehlen. Krohme und seinem Team erläuterten Neuigkeiten und was sich verändert hat im Obstanbau, rund um die alten Bäume, die Stauden und die beiden Teiche. Die Mitglieder haben den Abend und den Austausch bis in die beginnenden Abendstunden genossen.

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