1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Steinfurt
  6. >
  7. Urnengrab unter Bäumen: Wie ein kleiner Friedwald

  8. >

Neues Bestattungsangebot der Stadt auf dem Kommunalfriedhof Königsallee

Urnengrab unter Bäumen: Wie ein kleiner Friedwald

Steinfurt

Die Begräbniskultur hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Das klassische Reihengrab wird immer mehr von kleinteiligen Urnengräbern abgelöst. Aber nicht nur das: Die Vielfalt der Bestattungsformen hat zugenommen. Darauf reagiert auch die Stadt Steinfurt, indem sie auf ihren drei Kommunalfriedhöfen dieser Entwicklung Rechnung trägt.

Von Ralph Schippers

Im Bauausschuss war die Planung des neuen Urnengrabfeldes schon Ende letzten Jahres vorgestellt worden, jetzt erfolgte mit der Baumanpflanzung die Umsetzung (kl. Bild). Foto: Stadt Steinfurt/Foto: rs

Die Begräbniskultur hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Das klassische Reihengrab wird immer mehr von kleinteiligen Urnengräbern abgelöst. Aber nicht nur das: Die Vielfalt der Bestattungsformen hat zugenommen. Darauf reagiert auch die Stadt Steinfurt, indem sie auf ihren drei Kommunalfriedhöfen dieser Entwicklung Rechnung trägt.

Bestes Beispiel dafür ist der Friedhof Königskämpe in Borghorst. Nach der Ausweisung von Urnengrabfeldern, die sich vor allem auf den neuen Teil der parkähnlichen Grabfeldanlage konzentrieren und der Fertigstellung einer ersten Urnenstele richtet die Stadt jetzt einen Bereich für Baumbestattung ein. „Wir tun dies wegen der signifikanten Nachfrage“, sagte der Technische Beigeordnete Hans Schröder am Montag bei einem Pressetermin. Zudem sei der Punkt auch explizit in den Empfehlungen der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) angesprochen gewesen, ergänzt Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer.

Rund zwei Dutzend Urnen bietet das neue Baumbestattungsfeld Platz. Es will keine Konkurrenz zum bestehenden Friedwald in der Alst sein, sondern vielmehr eine Ergänzung im Kleinen. „Der Vorteil ist der der Erreichbarkeit für Angehörige“, so Hans Schröder. Auf dem Areal sind Sumpfeichen angepflanzt worden. Ihnen soll nun erstmal Zeit zum Anwachsen gegeben werden, bevor das Grabfeld in Nutzung kommt. Auf Wunsch wird der Name des auf dem Baumgrabfeld Bestatteten auf einer der kreisförmig um die Bäume herum in den Boden eingelassenen Hinweistafeln angegeben. Darauf kann aber auch verzichtet werden, sagt Claudia Bögel-Hoyer.

Wenn der Bedarf gegeben sein sollte, könnten weitere Baumbestattungsfelder in der Anlage bereitgestellt werden, kündigte Schröder an. Zudem sollen mittelfristig auch auf den weiteren beiden kommunalen Friedhöfen in Borghorst und Burgsteinfurt derartige Angebote gemacht werden. „Wir digitalisieren aktuell den Bestand, das macht die künftige Planung für uns leichter“, betont der Technische Beigeordnete.

Gut in Anspruch genommen werde im Übrigen auch die Urnenstele, die seit rund anderthalb Jahren auf Anregung des Seniorenbeirats der Stadt aufgestellt worden ist. Viele der Kammern seien bereits belegt.

Dass die Stadt beim Friedhof Königskämpe mit der Zeit geht, zeigt die hohe Besucherfrequenz. Die großzügige Anlage mit weiten Grünflächen, Baumbestand sowie einem Teich hat nicht nur eine große Aufenthaltsqualität, sondern ist auch ökologisch wertvoll.

Fragen zu den Bestattungsmöglichkeiten auf den Kommunalfriedhöfen inklusive Satzungs- und Gebührenwesen beantwortet die städtische Sachbearbeiterin für das Friedhofswesen, Anne Probst, 02552/92 52 48.

Startseite
ANZEIGE