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Baugenehmigung für Borghorster Bahnhof erteilt

Wohnungen, Lofts und ein Café

Borghorst

Die Never-Ending-Story kommt offensichtlich doch zu einem Happy-End: Die Sanierung des Bahnhofs Borghorst kann starten. Die Baugenehmigung ist da.

Von Axel Rollund

Technischer Beigeordneter Hans Schröder (r.) überreichte Investor Thomas Knips am Montag die Baugenehmigung für die Sanierung des Borghorster Bahnhofs. Links Architekt Markus Silder, in der Mitte Nils Kreimer als stellvertretender Fachdienstleiter, daneben Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Foto: Axel Roll

Für Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer war es fast schon ein „historischer Augenblick“, als Technischer Beigeordneter Hans Schröder den dicken hellbraunen Umschlag an Thomas Knips weiterreichte. Letztgenannter ist der – relativ – neue Eigentümer des Borghorster Bahnhofs. In dem Kuvert steckten die Unterlagen, auf die er sehnlichst gewartet hatte. Die Baugenehmigung. „Jetzt kann es losgehen“, freute sich der Unternehmer aus Mettingen.

Welche Überraschungen so ein altes Gebäude noch bereithält, können Knips und sein Architekt Markus Silder natürlich nicht in Gänze überblicken. „Aber ich gehe schwer davon aus, dass wir in allerspätestens zwei Jahren komplett fertig sind“, gab Thomas Knips den zeitlichen Rahmen für die Sanierungsoffensive vor.

Wohnen, ein bisschen Büro und ein Café, das ist nach wie vor der Mix, der innerhalb der historischen Mauern verwirklicht werden soll. Die Außenmaße bleiben erhalten, inklusive des Güterschuppens, in dem sechs schicke Lofts mit jeweils eigenem Grundstück entstehen sollen. „Wir werden eines davon komplett fertigstellen, damit sich die Interessenten besser vorstellen können, wie die Wohnungen einmal aussehen werden“, erläuterte Architekt Silder.

Fest steht inzwischen auch, dass der Bahnhof seine triste grau-weiße Putzfassade verlieren wird. „Wir werden mit Klinker arbeiten, der historisierend mit Vorsprüngen und Ähnlichem vermauert wird“, so Thomas Knips. Diese Gestaltung der Außenmauern passe besser zu so einem alten Gebäude. Der Bahnhof selbst ist übrigens kein Baudenkmal.

Der Bahnhof soll im Eigentum von Thomas Knips bleiben, die Lofts werden verkauft. Acht Wohnungen, ein Büro sowie die Gastronomie werden im Hauptgebäude Platz finden. Es bekommt einen Aufzug spendiert. Das Café ist an Stelle der alten Bahnhofsgaststätte, vorne am Durchgang zu den Gleisen, geplant. Eine Wohnung im Erdgeschoss soll rollstuhlfahrergerecht saniert werden.

„Wir sind natürlich sehr froh, dass wir dieses Projekt jetzt endlich zu einem guten Abschluss bringen konnten“, freute sich Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer über die Übergabe der Baugenehmigung ganz besonders. Bekanntlich hatten sich vor Thomas Knips die Investoren die sprichwörtliche Klinke in die Hand gegeben. Der Mettinger hat vom Vorbesitzer auch den Bahnhof in Kattenvenne übernommen, der nach ähnlichem Muster wie in Borghorst saniert werden soll.

Dort muss allerdings die alte Industriearchitektur weitgehend erhalten bleiben, steht der dortige Bahnhof doch unter Denkmalschutz.

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