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Neue Eingangsklassen schaffen

Zahl der Schulstarter steigt

Steinfurt

Im Schulausschuss der Stadt ist das Aufnahmeverfahren an den Grundschulen für das neue Schuljahr verabschiedet worden. Es müssen zusätzlich zwei Eingangsklassen eingerichtet werden.

Zum neuen Schuljahr 2023/2024 sollen in den sechs Steinfurter Grundschulen insgesamt 16 Eingangsklassen gebildet werden. Diesem Verwaltungsvorschlag hat der Schulausschuss am Dienstagabend im Rathaus einstimmig zugestimmt. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 15. Dezember.

Wie Schulamtsleiterin Nadine Rath ausführte, werden in Steinfurt zum neuen Schuljahr insgesamt 386 Mädchen und Jungen schulpflichtig. Anmeldungsgespräche sind im Oktober geführt worden. Dabei habe ein Großteil bereits die Möglichkeit genutzt, eine „Wunschschule“ anzugeben. Erfahrungsgemäß, so Rath, dauert es allerdings fast immer bis zum Schuljahresbeginn, bis alle Nachzügler angemeldet sind und die Klassengrößen feststehen.

In Burgsteinfurt soll es in der Bismarckschule weiterhin drei Eingangsklassen geben. 78 Schüler sind dort (Stand Mitte November) angemeldet worden. Platz wäre für 81 Kinder. Mehr können dort nicht mehr aufgenommen werden, weil die Raumkapazitäten erschöpft sind.

Den Grundschulverbund möchten 101 Kinder (65 die Graf-Ludwig-Schule und 36 die Willibrordschule) besuchen. Bei dieser Anmeldezahl kann die Zahl der Eingangsklassen von drei auf vier erhöht werden.

Wie die Klassen auf beide Standort verteilt werden, entscheidet die Schulleitung. In der Willibrordschule gibt es Platz, dort eine weitere Klasse einzurichten.

In Borghorst werden 208 Mädchen und Jungen schulpflichtig. Aufgrund der Anmeldezahlen (67) soll die bislang zweizügige Marienschule dreizügig werden. Damit wird dort ein weiterer Klassenraum für eine zusätzliche Eingangsklasse benötigt.

In der Heinrich-Neuy-Schule bleibt es bei drei Klassen, was, so merkt die Verwaltung an, auch dem Anmeldewunsch der Eltern entspricht. Das ist auch in der Dumter Grundschule so, wo weiterhin zwei Eingangsklassen gebildet werden.

Ein Sonderfall ist die Regenbogenschule. Dort wird jahrgangsübergreifendes Lernen angeboten. Dadurch können sowohl Kinder in der Eingangsklasse als auch in den beiden jahrgangsgemischten Klasse aufgenommen werden. Somit sei dort nur eine 1. Klasse zu bilden.

Für die Stadt als Schulträgerin bedeutet das unterm Strich, dass sie zum neuen Schuljahr insgesamt zwei zusätzliche Unterrichtsräume schaffen und die entsprechenden Mittel für die Ausstattung (rund 25.000 Euro) bereitstellen muss.

Diskutiert worden ist im Schulausschuss darüber hinaus über Möglichkeiten, die Elternbeiträge für den Offenen Ganztagsunterricht neu zu berechnen. Die Grünen hatten den Antrag gestellt, untere Einkommen zu ent- und höhere Einkommen zu belasten. Daraufhin hat sich im Verlauf der Beratungen eine teilweise verwirrende Debatte entwickelt, ob, und wenn ja, wie und auf welcher Grundlage, eine neue Beitragsstaffelung gefasst werden kann. Schlussendlich zog Ralf Binow den Antrag der Grünen zurück. Michael Hardebusch schlug vor, Beitragszahler unter einem Jahresbruttoeinkommen von 36.000 Euro freizustellen, woraufhin sich alle Fraktionen darauf einigten, die ganze Sache noch einmal in Ruhe zu beraten.

Der Ausschuss wird das Thema am 27. Januar wieder aufgreifen. Sowohl Erster Beigeordneter Michael Schell als auch Hans-Dieter Jürgens (CDU) bezweifelten mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation der Stadt, ob weitere Entlastungen überhaupt zu verantworten sind. Schell deutete an, dass das vom Kämmerer aufgezeigte Defizit offenbar höher ausfällt, als bei der Haushaltseinbringung angenommen.

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