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„Bäume der Hoffnung“ 

Ein Zeichen für die Corona-Opfer setzen

BurgSteinfurt

Auf dem Evangelischen Friedhof wurden „Bäume der Hoffnung“ gepflanzt.

-nix-

Die Baumpaten präsentierten ihre Bäume auf dem Evangelischen Friedhof Burgsteinfurt. An der Pflanzaktion nahmen auch Walter Krebs (r.), neben ihm Ralf Geißler, Pfarrer Hans-Peter Marker und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer teil. Foto: Rainer Nix

14 neue Bäume stehen seit Freitag auf dem Evangelischen Friedhof an der Ochtruper Straße. Apfelbäume, Conell-Kirsche, Hopfenbuche, Blutahorn, Bluteschen und eine rote Kastanie setzen Zeichen für die Opfer der Corona-Pandemie. Die Evangelische Kirche von Westfalen rief ihre Gemeinden dazu auf, „Bäume der Hoffnung“ zu pflanzen. Die Gemeinde in Burgsteinfurt schloss sich diesem symbolischen Akt gern an. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Privatleute, darunter auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, treten als Baumpaten in Erscheinung.

Corona

„So findet das Gedenken einen konkreten Ort, die persönliche Trauer erhält einen sichtbaren Ausdruck“, zitierte Pfarrer Hans-Peter Marker Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. „Die Bäume werden wachsen, grünen und blühen und sind damit Bilder eines Lebens, das stärker ist als der Tod.“

Als Orte der Hoffnung bringen die Friedhöfe die christliche Gewissheit zum Ausdruck, dass der Mensch zu jeder Zeit auf das Leben zugeht, auch im Sterben und durch den Tod hindurch. „Wir setzen hier auch ein Zeichen für die nächste Generation“, betonte Walter Krebs, Vorsitzender des Friedhofsausschusses, „indem wir an die Corona-Verstorbenen denken.“ Auch Pastor Bogdan Catana von der katholischen Kirchengemeinde St. Nikomedes begrüßte die Aktion.

Alte Obstsorten

Die alten Obstsorten und klimaresistenten Bäume sorgen dafür, dass die Neuanpflanzungen nachhaltig sind. Gleichzeitig wird etwas für die Natur und die Bevölkerung geschaffen“, so Friedhofsgärtner Ralf Geißler, dem für sein tatkräftiges Engagement besonderer Dank ausgesprochen wurde.

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