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Rat vertagt Planänderungen

Zurück in den Entwicklungsausschuss

Steinfurt

Der Rat der Stadt Steinfurt hat seine Entscheidungen vertagt, planungsrechtliche Voraussetzungen sowohl für einen Wohnmobilstellplatz an der Hohen Wiese in Borghorst als auch für die Ausweisung eines neuen Baugebiets auf dem Gelände des mittlerweile geschlossenen Textilbetriebs Fischer & Co. an der Goldstraße in Burgsteinfurt zu schaffen (wir berichteten).

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Der Rat der Stadt Steinfurt hat seine Entscheidungen vertagt, planungsrechtliche Voraussetzungen sowohl für einen Wohnmobilstellplatz an der Hohen Wiese in Borghorst als auch für die Ausweisung eines neuen Baugebiets auf dem Gelände des mittlerweile geschlossenen Textilbetriebs Fischer & Co. an der Goldstraße in Burgsteinfurt zu schaffen (wir berichteten). Stattdessen ist in der Sitzung am Donnerstag im Rathaus eine grundsätzliche Diskussion darüber entbrannt, ob es richtig und sinnvoll gewesen ist, den Auftakt zu beiden Beratungen zunächst im Planungsausschuss zu machen. Kurt Lewandowski (FWS), Gebhard Niehues (GAL) und Ludger Kannen (Grüne) plädierten mit Nachdruck an die Ausschussvorsitzenen und Kollegen, vergleichbare Projekte, die einen nachhaltigen Eingriff in örtliche Strukturen bedeuten, zunächst im Stadtentwicklungsausschuss zu erörtern und abzuwägen, welche Konsequenzen sich langfristig für das Gemeinwesen ergeben. Kannen: „Solche Dinge müssen wir in größeren Zusammenhängen sehen und beraten, ohne sich in Einzelheiten zu verlieren.“ In beiden Fällen herrsche kein Entscheidungsdruck. Vielmehr sei ausreichend Zeit, wie Kurt Lewandowski anmerkte, „auch ganz andere Dinge zu entwickeln“ als die Pläne, wie sie beispielsweise von der Deutschen Reihenhaus AG für das Fischer-Gelände vorgelegt worden sind. Lewandowski: „Die halte ich ohnehin für überhaupt nicht tragbar.“

Für die Anlieger der Hohen Wiese hat sich der Druck ausgezahlt, den sie in den vergangenen Tagen gegen das Stellplatz-Projekt aufgebaut haben. Sie haben die Bürgerfragestunde vor der Ratssitzung genutzt, die Pläne ein weiteres Mal kritisch zu hinterfragen. Aus ihrer Sicht haben sie Zeit gewonnen, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten, um Alternativen für den Standort von Investor Schulze Düding zu schaffen. Rückendeckung haben sie von der FWS erhalten. Reinhold Dankel kritisierte, dass ihre Bedenken ebenso wenig gehört worden sind wie ihre Hilferufe. Es sei versäumt worden, eine Anwohner-Information zu veranstalten. Unterdessen hat Planungsamtsleiter Stefan Albers auf Nachfrage noch einmal ausdrücklich Konflikte zwischen den Planungen für ein Baugebiet Frahlings Kamp und den Wohnmobilplatz ausgeschlossen.

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