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Erneuerbare Energien

Windenergie in NRW: Münsterland leistet großen Beitrag

Münsterland

Knapp zehn Prozent des in NRW eingespeisten Stroms kommt aus der Windenergie. Dafür drehen sich im gesamten Bundesland 3801 Windkraftanlagen – ein Großteil davon im Münsterland.

Von Jonas Wiening

Windräder drehen sich vor Sonnenaufgang und werden von roten Warnleuchten markiert. Im Münsterland gibt es im NRW-Vergleich sehr viele Windkraftanlagen. Foto: dpa (Symbolbild)

Im Münsterland stehen besonders viele Windkrafträder. Laut Zahlen von IT.NRW waren es im ersten Halbjahr 2022 genau 991. Im Landes-Vergleich nimmt die Region damit neben der Eifel und Südwestfalen eine Spitzenposition ein. Trotzdem stockt die Stromgewinnung aus Windkraft in Nordrhein-Westfalen.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 5652 Gigawattstunden Strom aus Windenergie ins Netz in NRW eingespeist. Das ist etwas mehr als im Vergleichszeitraum 2021 (5082 Gigawattstunden), allerdings immer noch deutlich weniger als 2020, als der Wert mit 6491 Gigawattstunden einen Höhepunkt erreicht hatte. Insgesamt kommen 9,6 Prozent der gesamten Stromeinspeisung aus Windenergie – ein Wert, der 2020 mit 14,4 Prozent noch deutlich höher lag.

Kreis Paderborn ist Spitzenreiter

Laut IT.NRW standen im Bundesland im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 3801 Windräder, über ein Viertel (991) davon im Münsterland. Beim Blick auf die Landkarte überrascht das allerdings weniger. Die große Fläche und eine eher geringere Bevölkerungsdichte bietet mehr Möglichkeiten für den Aufbau von Windkrafträdern, als es im Ruhrgebiet oder Rheinland der Fall ist.

Bei der Anzahl der Windräder liegen der Kreis Borken (322) und der Kreis Steinfurt (312) im NRW-Kreis-Vergleich auf dem zweiten und dritten Platz in Nordrhein-Westfalen. Die meisten Windkrafträder stehen im Kreis Paderborn. Dort sind es 527 Anlagen, davon alleine 184 in der Gemeinde Lichtenau.

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