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Kommentar

Chaos in Rom – eine Gefahr für Europa

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella hat nach dem Rücktritt von Regierungschef Mario Draghi die Auflösung des Parlaments verfügt. Damit ist klar: In Italien wird neu gewählt. Mit Draghis Abgang kehrt das Chaos nach Italien zurück – und das könnte ganz Europa hart treffen. Ein Kommentar.

Von Martin Ellerich

Mario Draghi (M.), Ministerpräsident von Italien, erhält Applaus nachdem er im Parlament seinen Rücktritt erklärt hat. Foto: Foto: dpa

Mario Draghi hat sich mit einem „Grazie“ als Ministerpräsident vom Parlament verabschiedet. Umgekehrt wäre es richtig: Die Italiener hätten allen Grund, sich bei dem 74-Jährigen zu bedanken. Er hat das Ansehen Italiens als Hort des Dauer-Durcheinanders fast vergessen gemacht. Der energische Ex-Chef der Europäischen Zentralbank hat sein Land durch die Corona-Wirren geführt und wirtschaftlich auf Kurs gebracht. Nun haben ihn die politischen Kräfte kühl fallen lassen, die Italien immer wieder ins Chaos stürzen: Die Populisten von links aus der Fünf-Sterne-Bewegung und von rechts aus Matteo Salvinis Lega sowie die Parteitaktiker der Forza Italia haben ihn auflaufen lassen. Das Chaos ist zurück.

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