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Kinder-Behandlungen in Krankenhäusern

Sturz häufigster Grund für Klinik

Dortmund

Es ist nicht Magen-Darm. Auch nicht Bronchitis: Wenn Kinder in Westfalen-Lippe ins Krankenhaus müssen, dann am häufigsten Wegen einer Gehirnerschütterung. Das berichtet die AOK.

Ein Sturz auf den Kopf war 2021 der häufigste Grund, dass Kinder in einer Klinik behandelt werden mussten. Foto: colourbox

Die meisten Kinder, die 2021 auf einer Station in einem Krankenhaus in Westfalen-Lippe behandelt worden sind, hatten eine Gehirnerschütterung. Das hat die AOK Nordwest am Dienstag berichtet. Danach war die zweithäufigste Einzeldiagnose die Bronchitis, gefolgt von Infektionskrankheiten des Magen-Darmtraktes.

Eine Gehirnerschütterung ist meist Folge eines Sturzes, sei es von der Wickelkommode, aus dem Bett, beim Spielen oder vom Fahrrad oder Roller. Einer Mitteilung der Krankenkasse zufolge sind derartige Unfälle in den meisten Fällen nicht gefährlich und hinterlassen nur eine kleine feste Beule, die keine ärztliche Behandlung benötigt. Wichtig ist aber, das Kind weiter zu beobachten, da sich die Zeichen einer Gehirnerschütterung auch erst Tage nach dem Unfall zeigen können. Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Sprach- und Gangstörungen, eine auffällige Hautblässe bis hin zur Bewusstlosigkeit deuten auf eine Gehirnerschütterung hin, die dringend ärztliche Behandlung erfordert.

Insgesamt kamen 2021 mehr Kinder ins Krankenhaus als im Jahr zuvor. Nach einem deutlichen Einbruch im Jahr 2020 seien die Krankenhauseinweisungen bei Kindern bis 17 Jahre in 2021 leicht angestiegen, hätten aber noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Die AOK NordWest hat ermittelt, dass im Untersuchungszeitraum 36 871 Kinder in Kliniken eingewiesen wurden. Im Vorjahr waren es 35.372, vor der Pandemie noch 45.669.

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