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Die Durchwurstler: Eberhofer und das «Kaiserschmarrndrama»

München (dpa)

Mal wieder ein Mord in Niederkaltenkirchen: Der siebte Teil der Krimikomödien rund um Dorfpolizist Franz Eberhofer ist ein vergnüglicher Film, der mit so mancher Überraschung aufwartet.

Von Cordula Dieckmann, dpa

Eberhofer (Sebastian Bezzel) macht sich Sorgen um Hund Ludwig . Foto: Bernd Schuller/Constantin Film Verleih/BR/dpa

Rund um die Morde in Niederkaltenkirchen geht es deftig zu. Leberkäs, Sauerkraut, Dampfnudeln und andere bayerische Spezialitäten spielen zentrale Rollen in den Krimis der Autorin Rita Falk aus der niederbayerischen Provinz. Im siebten Teil «Kaiserschmarrndrama» geht Dorfpolizist Franz Eberhofer mal wieder auf Verbrecherjagd und schlägt sich nebenbei mit privaten Problemen herum.

Der Film lief Mitte 2021 zunächst im Kino, der Start war zuvor wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschoben worden. Umso erfolgreicher lief der Krimi im Fernsehen: 4,81 Millionen schalteten im August 2022 im Ersten ein. An diesem Samstag um 20.15 Uhr ist der Film als Wiederholung im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks zu sehen.

Es läuft nicht so für Eberhofer

Fans der Krimireihe werden schnell wieder heimisch. Sebastian Bezzel ist als Eberhofer wortkarg und zwischenmenschlich ungeschickt wie eh und je. Darunter leidet vor allem sein bester Freund Rudi (Simon Schwarz), der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und eigentlich Hilfe bräuchte. Auch mit Susi (Lisa Maria Potthoff) läuft es nicht rund, hat Eberhofer doch wenig Lust, den Bau ihres gemeinsamen Hauses voranzutreiben.

Und dann ist da noch die Joggerin, die tot im Wald liegt. Ausgerechnet Eberhofers Freund Simmerl (Stephan Zinner) gerät unter Verdacht. Einen Auftritt hat auch die Schauspielerin Christine Neubauer («Die Landärztin»), stark erblondet als Boutiquen-Inhaberin Anzengruber. Als schließlich eine zweite Leiche auftaucht, wird endlich auch Rudis Ehrgeiz geweckt, denn ausgerechnet der SOKO rund um Thin Lizzy will Eberhofer auf keinen Fall das Feld überlassen.

«Vergnügte (Berufs-)Versager und Durchwurstler»

«Kaiserschmarrndrama» ist eine solide Krimikomödie, mit Wortwitz, vielen lustigen Momenten und charmant gezeichneten Charakteren, die gerade wegen ihrer skurrilen Eigenheiten sympathisch rüberkommen. Sie seien eben keine Überflieger, «sondern vergnügte (Berufs-)Versager und Durchwurstler», formuliert es Regisseur Ed Herzog.

Angenehm ist, dass sich anders als in manch anderen Filmen der Reihe der Klamauk dieses Mal in Grenzen hält. Und es wird sogar sehr emotional - dafür sorgt Eberhofers geliebter Hund Ludwig, dem in dem Werk eine ganz besondere Rolle zukommt, die zu Herzen geht.

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