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TV-Kritik

"Ungebetene Gäste": Neue Wilsberg-Folge entpuppt sich als Pointen-Reigen

Kurz vor der Osternacht musste Privatdetektiv Georg Wilsberg wieder mal ermitteln. Weit weg von Münster, in einem Schloss und mit wenig Spannung. Die Kritik zur neuen Folge.

Von Harald Suerland

Wilsberg (Leonard Lansink, l.) und Kommissar Drechshage (Stefan Haschke, r.) wissen sich zu wehren. Foto: ZDF/Thomas Kost

Hätte es in diesem Film etwa mehr Realismus gegeben, dann wäre die verängstigte Anwältin nach dem Anblick ihres Feindes abgereist, und die ganze Chose hätte sich nach fünf Minuten erledigt. So aber schlossen sich weitere 85 Minuten an, in denen es kuriose Szenen und ein bisschen Pistolengefuchtel, aber wenig Spannung gab.

Overbergs Auftritt, die Emma-Peel-Parodie, ulkige Kameraperspektiven trugen zu dem Eindruck bei, dass es den Machern Stefan Rogall (Buch) und Martin Enlen (Regie) eher um einen Pointen-Reigen als um einen Krimi ging – dazu trug auch das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel der drei Bösewichter bei, während die Vierte im Bunde (Mai Duong Kieu) zeitig als Undercover-Ermittlerin identifiziert war.

Ein Schloss als Hotelrestaurant, in dem es keine Angestellten gab, und gleich zwei Polizisten als Witzfiguren: Das wirkte grenzwertig, und die Häufung der Bielefeld-Bezüge war auch nicht so witzig wie der Gag, dass sich Wilsberg den Tarnnamen „Solder“ gab. Eher ein Fest für Fans.

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