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Archäologie

Feldherr verewigte sich 1466 mit Graffiti in Jerusalem

Tel Aviv (dpa)

Auf dem Zionsberg in Jerusalem hat sich auf seiner Pilgerreise einst ein Berner Feldherr verewigt. Das Jahrhunderte alte Graffiti haben Archäologen nun mit moderner Technik freigelegt.

Von dpa

Eine Inschrift des Berner Feldherrn Adrian von Bubenberg, die er offenbar während seiner Pilgerreise im Jahr 1466 an einer Mauer am Davidsgrab auf dem Zionsberg in Jerusalem hinterlassen hat. Foto: Shai Halevy/Israelische Altertumsbehörde/dpa

Israelische Archäologen haben in Jerusalem die Inschrift eines Berner Feldherrn gefunden. Adrian von Bubenberg habe sich offenbar während seiner Pilgerreise im Jahr 1466 mit einem Graffiti verewigt, teilte die israelische Altertumsbehörde am Donnerstag mit. Die Inschrift sowie das Familienemblem von Bubenbergs seien an einer Mauer am Davidsgrab auf dem Zionsberg in Jerusalem entdeckt worden.

«Die Archäologen hatten nicht damit gerechnet, auf dem Zionsberg eine Inschrift mit dem Namen des Ritters Adrian von Bubenberg zu finden, einer Schweizer Heldenfigur», hieß es in der Mitteilung. Der Gebäudekomplex habe zur damaligen Zeit Franziskanermönchen gehört und als Herberge für Pilger gedient. Viele von ihnen hätten sich an der Wand verewigt. Moderne Technik ermögliche es nun, die verblassten Inschriften zu lesen.

Der 1479 gestorbene von Bubenberg war als Verteidiger von Murten in den Burgunderkriegen (1474-1477) und Berner Schultheiß in die Geschichte eingegangen. In Bern erinnert ein Denkmal an ihn.

In einem Informationsmaterial des Schlosses Spiez, das den Bubenbergs gehörte, steht: «Um in den Orden der Grabesritter aufgenommen zu werden, musste man zu Adrians Zeiten nach Jerusalem pilgern und sich in der Grabeskirche zum Grabesritter schlagen lassen. Das brachte ihm und seiner Familie Ruhm und Ehre. Die Reise kostete ihn aber viel Geld. Er verkaufte deshalb ein Stück Land.»

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