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Manni wieder da: Das «Wilsberg»-Abenteuer «Bielefeld 23»

Bielefeld (dpa)

Wilsbergs Kumpel Manni sitzt in der Klemme. Drogensüchtig, aggressiv und korrupt soll er sein. Wilsberg und Ekki wollen das nicht glauben. Sie reisen nach Bielefeld, um die Unschuld des Freundes zu beweisen.

Von Florentine Dame, dpa

Manni Höch (Heinrich Schafmeister, r) sitzt hinter Gittern. Gut, dass er Georg Wilsberg (Leonard Lansink, l) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke) seine Freunde nennen kann. Die beiden haben soeben eine Kaution für ihn gestellt. Foto: Thomas Kost/ZDF/dpa

Dieses Wiedersehen mit Wilsberg hätte sich Manfred «Manni» Höch (Heinrich Schafmeister) wohl ganz anders vorgestellt. Der einst beste Freund des TV-Detektivs sitzt in Schwierigkeiten - genauer: in Polizeigewahrsam. Als Bauamtsleiter verantwortet Manni ein umstrittenes Projekt auf dem Gelände einer Behinderteneinrichtung in Bielefeld. Nun hat er bei einem Meeting mit Kollegen randaliert, später Polizisten attackiert. Offensichtlich sind ihm Drogen verabreicht worden. Darum geht es im Münster-Krimi «Wilsberg: Bielefeld 23» aus dem Jahr 2020, der am Samstag um 20.15 Uhr im ZDF läuft.

Fans der Serie wissen: Manni, Typ gutmütiger Beamtentrottel, gehörte 14 Folgen lang zum festen Kreis um Wilsberg. 2005 übernahm den Part des meist unfreiwilligen Co-Ermittlers und treuen Freundes dann der Steuerprüfer Ekki (Oliver Korittke). Schafmeister schied damals auf eigenen Wunsch aus - das Drehbuch versetzte seine Figur nach Bielefeld. Die Stadt in Ostwestfalen ist natürlich keineswegs zufällig gewählt. Die Nennung des Stadtnamens - meist beiläufig, aber immer bewusst - ist ein Running Gag der erfolgreichen Krimiserie.

Der zuständige Redakteur Martin Neumann, der den «Wilsberg»-Stoff für das Fernsehen entdeckt hatte, wollte damit seiner Heimatstadt Aufmerksamkeit verschaffen. Die Gastspiele beweisen, dass Wilsberg auch ganz gut ohne die Kopfsteinpflasteridylle Münsters auskommt.

Sogar das Fehlen von Rita Russek als Kommissarin Anna Springer wird durch Auftritte des unsympathischen, aber bitterbös-komischen Kommissars Harald Drechshage (Stefan Haschke) erfrischend kompensiert.

Immer wieder liefert er sich pointierte Rededuelle mit seinen Kontrahenten - und kann doch den Verdacht nicht ausräumen, dass hinter der großen Klappe kein großer Polizist steckt. Er kann von Glück sagen, dass er die unaufgeregte Kollegin Thuong Nhi (Mai Duong Kieu) an der Seite hat, die sich nicht unterkriegen lässt.

Auch Wilsberg lässt sich in diesem Fall nicht so leicht abschütteln - schließlich will auch er wissen, wer seinen Freund Manni in Misskredit bringen will. Gibt es im Bauamt Widersacher, die ihren Chef stürzen wollen? Soll das Bauprojekt durch ein Komplott gekippt werden? Und woher hat die Lokalpresse brisante Informationen zu dem Immobiliendeal? Gut, dass Ekki - angesichts Wilsbergs Einsatz für den alten Freund eifersüchtig - dann doch Gefallen an den Nachforschungen findet: Er interessiert sich nicht nur aus detektivischer Sicht für Mannis Sekretärin (Mira Bartuschek). Doch ist sie tatsächlich so naiv, wie sie sich gibt?

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