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«Sonnenblumen»

Nach dem Anschlag auf das van-Gogh-Gemälde in London

London (dpa)

Wie weit darf der Protest gegen eine als existenziell wahrgenommene Bedrohung gehen? Klimaschützer in Großbritannien testen diese Grenze aus und machen Kunstwerke zum Ziel ihres Protests.

Von dpa

In der Londoner National Gallery ist ein Van-Gogh-Gemälde zur Zielscheibe einer Klimaprotestaktion geworden. Foto: Andy Rain/EPA/dpa

Nach dem Tomatensuppen-Wurf auf ein Gemälde des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh sind Anschuldigungen gegen zwei Klimaaktivistinnen erhoben worden. Ihnen wird Sachbeschädigung vorgeworfen, nachdem sie am Freitag das berühmte Gemälde «Sonnenblumen» in der National Gallery in London beworfen hatten.

Wie die Nachrichtenagentur PA berichtete, bekannten sich die 20 und 21 Jahre alten Frauen am Samstag nicht schuldig, den Rahmen des Bildes beschädigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft müsse beweisen, dass Schäden verursacht worden seien, erklärte Verteidigerin Katie McFadden. 

Die Frauen kamen nach PA-Angaben gegen Kaution auf freien Fuß, dürfen aber keine Galerien oder Museen betreten und an öffentlichen Orten auch keine Farbe oder Klebstoff bei sich tragen. Ihr Verfahren vor einem Londoner Gericht wurde demnach auf den 13. Dezember angesetzt.

Die beiden Aktivistinnen hatten das berühmte Gemälde aus dem Jahr 1888 am Freitag mit Tomatensuppe aus der Dose beworfen. Danach hatten sie sich vor dem Kunstwerk hingekniet und ihre Hände an der Wand festgeklebt. Wie die National Gallery mitteilte, blieb das Werk selbst unbeschadet. Nur der Rahmen sei leicht beschädigt worden. Das Gemälde, das einen Schätzwert von umgerechnet rund 84 Millionen Euro hat, war durch eine Glasscheibe geschützt.

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