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Live-Show

Ochsenknecht und Lauterbach bei «Verstehen Sie Spaß?»

München (dpa)

Endspurt für Guido Cantz: Ein vorletztes Mal ist er am Samstagabend als Moderator von «Verstehen Sie Spaß?» zu sehen. Unter den Reingelegten sind gute Freunde und ein Paar.

Von Marco Krefting, dpa

Guido Cantz, Moderator der Unterhaltungsshow "Verstehen Sie Spaß?". Foto: Wolfgang Breiteneicher/SWR-Presse/ARD/dpa

Es wird wieder live applaudiert: Das Publikum bei «Verstehen Sie Spaß?» ist zurück. Zwar werden am Samstagabend (20.15 Uhr) bei der Live-Übertragung aus München im Ersten nicht wie üblich 800 bis 900 Zuschauer auf den Rängen sitzen. Aber um die 100 Leute dürfen - coronakonform - an Tischen in den Bavaria Studios platznehmen.

Damit geht ein Wunsch von Moderator Guido Cantz (50) in Erfüllung, der mehrere Ausgaben nur mit seinen Gästen bestritt.

«Wir haben die Variante "Family and Friends" gewählt», sagt Cantz. Es habe keine Tickets im freien Verkauf gegeben. Die Reihen mit Pappkameraden aufzufüllen, habe er nicht gewollt. «Mein Motto ist: Richtig machen oder gar nicht. Die, die man sieht, haben Puls.»

Zu sehen bekommen die Gäste sowie das Publikum vor den heimischen Fernsehern einen Abschied auf Raten: Die 59. Ausgabe mit Cantz als Moderator ist zugleich seine vorletzte. Finale der SWR-Produktion mit ihm ist im Dezember. Ab 2022 übernimmt dann Barbara Schöneberger.

Der letzte Dreh mit versteckter Kamera sei schon im Kasten, sagt Cantz. Das Opfer? «Ich selbst. Aber mehr verrate ich nicht.»

In der aktuellen Ausgabe legt Uwe Ochsenknecht Schauspielkollege Heiner Lauterbach bei einer TikTok-Schulung rein. «Das sind Buddies», sagt Cantz. «Das muss man schon gut machen, wenn der eine nicht merkt, dass er vom anderen verarscht wird.»

Kniffelig auch bei Paar zwei: Schauspielerin Elena Uhlig führt ihren Lebensgefährten, den Schauspieler Fritz Karl, bei einem fingierten Oktoberfest der Münchner Isar-Fischer hinters Licht. «Das ist immer etwas tricky, wenn man sich so gut kennt», weiß Cantz. Selbst bei professionellen Schauspielern müsse für einen Gag über Monate eine inszenierte Geschichte aufrecht gehalten werden.

Allerdings seien die Vorbereitungen des Teams sehr gut, so dass nur selten etwas schiefgehe. Bei 60 Sendungen mit jeweils mehreren Beiträgen erinnere er sich nur an Musiker Rea Garvey und Tanz-Juror Joachim Llambi, die frühzeitig die Pointe zunichtemachten, weil sie die versteckte Kamera witterten - und das auch sagten. «Das ist doch ein ganz guter Schnitt», findet der Moderator.

Als weiteren Höhepunkt in der neuen Ausgabe kündigt er Comedian Chris Tall an, der selbst golft und bei einem Charity-Golfturnier auf eine harte Probe gestellt wurde. «Wer ihn als gut gelaunten Komiker kennt, wird viel Spaß haben», kündigt der 50-Jährige vielsagend an. Aufgelöst habe er den Streich per Liveschalte vom roten Teppich bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises.

Der Dreh sei recht aufwendig gewesen, weil die Kameraleute teils mit Tarnnetzen im Gebüsch saßen und Kameras von Loch 1 zu Loch 8 umgesetzt werden mussten, während Tall auf der Anlage unterwegs war. Auch sonst hätten alle Drehs wegen der Pandemie im Freien stattgefunden oder in Situationen, in denen eh klar war, dass die Beteiligten beispielsweise getestet sind. «Wenn man sich die Live-Sendung anschaut, wird man vielleicht mal eine Maske sehen, aber nicht die ganze Zeit an Corona denken», versichert Cantz.

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