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Archäologie

Ornamentstück des Parthenons zurück in Athen

Athen (dpa) –

Es geht um den Fuß der griechischen Jagdgöttin Artemis auf einem Fries. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es in die Hände des englischen Konsuls Robert Fagan, dann nach Palermo. Jetzt ist es wieder in Athen.

Von dpa

Das installierte Ornamentstück auf dem Fries im Museum der Akropolis. Foto: ---/Athener Kulturministerium/dpa

Ein wichtiges Ornament des Parthenon-Tempels auf der Akropolis von Athen ist nach Griechenland zurückgekehrt. Es war zuvor in einem Museum auf der italienischen Insel Sizilien aufbewahrt worden.

Bei dem Ornamentstück als Teil des Parthenon-Frieses handele sich um der Fuß der griechischen Göttin der Jagd Artemis, die auf einem Thron sitzt, teilte das Kulturministerium in Athen am Sonntag mit. Es war ursprünglich an der Ostseite des berühmten Gebäudes auf der Akropolis angebracht - und ist im gleichnamigen Museum.

Zunächst sollte es nur eine Leihgabe sein. Griechenland, die Regionalregierung von Sizilien und das italienische Kulturministerium einigten sich jedoch laut dem Kulturministerium darauf, das wertvolle Stück dem Museum der Akropolis für immer zur Verfügung zu stellen. Die Rückgabe zeigt nach den Worten der griechischen Kulturministerin «den Weg für die Rückgabe aller Friesteile an Athen».

Griechenland fordert seit Jahrzehnten die Rückgabe der Skulpturen, die seit 1816 im Besitz des British Museum sind. Die Briten verweigern dies bislang. Italien und Griechenland arbeiten bereits seit langem eng in Sachen Rückgabe entwendeter Antiquitäten zusammen.

In der griechischen Hauptstadt wurde 2009 ein neues Museum unterhalb der Akropolis gebaut. Dort werden die echten Teile zusammen mit Gips-Nachbildungen der fehlenden Elemente ausgestellt. Der Parthenon («Jungfrauengemach») ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenlands.

Der britische Botschafter Lord Elgin hatte Anfang des 19. Jahrhunderts die am besten erhaltenen Teile (die sogenannten «Elgin Marbles») des Parthenon abbauen und nach England bringen lassen. Er verkaufte sie 1816 an das Museum. 56 von 96 Platten des Frieses befinden sich seitdem in London.

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