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Ricarda-Huch-Preis für Petra Reski

Darmstadt (dpa)

Sie hat über die Mafia recherchiert und geschrieben, lebt seit 30 Jahren in Venedig und gilt als unbestechliche Zeitzeugin: Petra Reski wird für ihr Werk ausgezeichnet.

Von dpa

Petra Reski auf der Frankfurter Buchmesse 2015. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Autorin Petra Reski erhält den mit 10 000 Euro dotierten Ricarda-Huch-Preis der Stadt Darmstadt.

«Mut, Unerschrockenheit und der Blick auf gesellschaftliche Problembereiche machen die im Ruhrgebiet aufgewachsene Autorin und Mafiaexpertin Petra Reski in diesem Jahr zur idealen Preisträgerin», würdigte Oberbürgermeister und Jury-Vorsitzender Jochen Partsch (Grüne) die seit 30 Jahren in Venedig lebende Schriftstellerin am Dienstag.

Ihre Publikationen hätten ihr massive Drohungen der Mafia eingebracht, und die Autorin habe phasenweise unter Polizeischutz gestanden. Sie befasse sich auch mit der als liberal kritisierten Haltung deutscher Politik gegenüber Mafiaaktivitäten in Deutschland.

Der Preis werde am 3. Oktober in der Centralstation in Darmstadt verliehen. Am selben Tag werde Reski unter anderem aus ihrem aktuellen Buch «Als ich einmal in den Canal Grande fiel. Vom Leben in Venedig lesen». Reski ist Mitglied in der Schriftstellervereinigung PEN, die für die Freiheit des Wortes eintritt. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists.

Gewürdigt werden mit dem alle drei Jahre verliehenen Preis Persönlichkeiten, deren Wirken von unabhängigem Denken und mutigem Handeln bestimmt ist und die sich uneingeschränkt für die Ideale der Humanität und der Völkerverständigung einsetzten. Zu den Preisträgern gehören der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sowie Autoren wie Ferdinand von Schirach, Martin Walser und Orhan Pamuk und Autorinnen wie Herta Müller und Barbara Honigmann.

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