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Lockdown-Album

Tiefer gegraben: Emeli Sandés «Let's Say For Instance»

Berlin (dpa)

Das neue Album der Sängerin Emeli Sandé bietet große klangliche Vielfalt. Frei von Erwartungen anderer erfindet die Britin sich neu und sagt: «Es liegt so viel Schönes darin, langsamer zu werden.»

Von Elisabeth Edich, dpa

Die Pandemie hat Emeli Sandé die Zeit zur Entschleunigung gegeben. Foto: Olivia Lifungula/dpa

Pop, Disco, Klassik, nostalgischer R&B - Emeli Sandé bietet auf ihrem neuen Album «Let's Say For Instance» eine bunte Vielfalt.

Ohne auf fremde Erwartungen groß Rücksicht nehmen zu müssen, nutzte die Sängerin im Corona-Lockdown ihr Heimstudio, um musikalisch viel auszuprobieren. Nach bislang drei erfolgreichen Alben veröffentlicht Sandé ihre aktuelle Platte nun erstmals über das Independent-Label Chrysalis.

«Ich liebe den '80er-Jahre-Vibe' des Albums, es erinnert mich wirklich daran, was meine Eltern gehört haben könnten, als sie sich kennenlernten», sagt sie. Die Pandemie habe ihr erstmals Zeit zur Entschleunigung gegeben. Sandé begann sich mehr für Oper und klassische Musik zu interessieren. «Es liegt so viel Schönes darin, langsamer zu werden und tiefer zu graben.»

Einen ihrer Lieblingssongs, «There Isn't Much», schrieb sie zusammen mit den Musikern Naughty Boy und Shaq. «In dem Lied geht es darum, dass alles eine Illusion ist - außer der Liebe», so Sandé. Sie habe viele Höhepunkte in ihrer Karriere erlebt, sei aber nicht in der Lage gewesen, das alles zu genießen oder sich glücklich zu fühlen. Sie habe dann erkannt, dass alles, was sie zu wollen glaubte, nichts sei - ohne die richtige Person, mit der sie es teilen könne.

Durchbruch vor zehn Jahren

Die 35-Jährige wurde in England geboren und wuchs in Schottland auf. Ihr Debüt «Our Version of Events» (2012) verkaufte sich mehr als 5,4 Millionen Mal, war das meistverkaufte Album im Vereinigten Königreich in den Jahren 2012 und 2013 und wurde im UK und Irland achtmal mit Platin ausgezeichnet.

Darauf folgten das von der Kritik gelobte Album «Long Live The Angels» (2016), die EP «Kingdom Coming» (2017) sowie das Album «Real Life» (2019). Mit 19 Millionen verkauften Singles, sechs Millionen Alben und vier Brit Awards erhielt Emeli Sandé 2018 den britischen Ritterorden (MBE) für ihre Verdienste um die Musik.

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