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Fernseh-Kritik

"Wetten, dass...?“: Nostalgiegefühl beim familiären TV-Lagerfeuer

Die Zeit der TV-Lagerfeuer-Romantik am Samstagabend ist eigentlich längst vorbei. Thomas Gottschalk ließ sie am Samstag in seiner Wettshow noch einmal aufleben. Ein zwiespältiges Gefühl.

Wettkandidat Marten Reiß (l.) und Moderator Thomas Gottschalk stehen in der ZDF-Show "Wetten, dass..?" auf der Bühne. Foto: dpa

Die Wohnzimmer kühlten schon langsam aus, als Gottschalks Jahres-Wettshow gegen 23.40 Uhr endete. Und hätte Michelle Hunziker nicht hier und da aufs Tempo gedrückt, hätte der Meister im doch immer zäher werdenden Tonfall wohl noch in den neuen Tag hineinmoderiert.

Keine Frage - Bagger, Fahrradspringer, Fingerabdruckerkennung oder Achterbahn-Handy-Werfer: Die Wetten hatten etwas Kurzweiliges. Die Gäste - von John Malkovich über Robbie Williams bis zu Herbert Grönemeyer - konnten sich sehen lassen. Einmal im Jahr wird man sich das, wenn auch mit Pausen zwischendurch, über drei Stunden ansehen und sich an die Atmosphäre des familiären TV-Lagerfeuers erinnern.

Für Gottschalk stellt sich dennoch die Frage, ob dieser Abschied auf Raten klug ist. Das ZDF wird ihn allerdings wohl in dieser Jahresdosis gewähren lassen, solange das Nostalgiegefühl die Quoten hochtreibt.       

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