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Dramaserie

Ukrainische Filmleute geben Einblick in Gefühlslage

Berlin (dpa) –

Was die Schlagzeilen über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nur bedingt vermitteln, sind die Sorgen und Ängste der Menschen. ZDFneo gibt ukrainischen Filmschaffenden nun eine Plattform.

Von Christian Thiele, dpa

Zara (Alina Sokhna, l) und Olja (Valeriia Berezovska) feiern mit ihren Mitbewohnern Oljas und Petjas Hochzeit in einer Szene des ZDF-Projekts «Himmel & Erde». Foto: Nataliia Khalan/ZDF/dpa

Wie fühlen sich die Ukrainer abseits großer Schlagzeilen etwa nach neuen Raketenangriffen? Wenn die Sorge groß ist, dass nur die Mailbox des Handys antwortet statt des großen Bruders, der noch in der Heimat ist? Frage wie diesen geht die mehrsprachige Dramaserie «Himmel & Erde» auf ZDFneo nach, die am Dienstag (25.10., ab 20.15 Uhr) ausgestrahlt wird. In der ZDF-Mediathek soll sie bis mindestens Oktober 2023 verfügbar bleiben.

Ukrainische Filmschaffende erzählen in fünf mitunter sehr emotionalen Episoden die Geschichte von Ukrainerinnen und Ukrainern in Deutschland – mit deutschen, englischen und ukrainischen Untertiteln. Dabei geht es um die Sorge um Daheimgebliebene, die das von Russland angegriffene Land nicht verlassen dürfen oder wollen. Aber auch um das ungewohnte Leben fernab von Krieg - oder um einen Mann, der in die Ukraine zurückkehren will, um dort zu kämpfen.

Geschichten aus dem Alltag

Es sind die Alltagsgeschichten, die einmal mehr das Ausmaß des Leids der Menschen verdeutlichen und die Zuschauer bestürzt am Bildschirm zurücklassen. Russland führt seit mittlerweile rund acht Monaten Krieg gegen das Nachbarland. Millionen Ukrainer sind geflohen vor den Angriffen. Viele sind inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt.

«Die Leistung aller Beteiligten ist besonders beachtlich, da die Anthologie-Serie in kürzester Zeit entwickelt und produziert wurde», sagte ZDFneo-Senderchefin Jasmin Maeda. Ihren Angaben zufolge lagen zwischen dem Drehbeginn im Juli und dem Start in der ZDF-Mediathek Anfang Oktober nur wenige Monate.

Mit den fiktionalen Geschichten wollte der Sender eigenen Angaben nach ukrainischen Filmleuten in Deutschland «zeitnah eine Plattform für ihre künstlerische Beschäftigung mit den aktuellen Geschehnissen zu geben». Mit dem Projekt - die Episoden sind im Schnitt 20 Minuten lang - sei für die «geflüchteten Kreativen ein schneller Einstieg in die deutsche Fernsehbranche gewährleistet» worden.

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