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UNO-Gipfel zur Biodiversität

Der Mensch hat die Natur noch nicht verstanden

Seit Mittwochnacht tagt die Weltgemeinschaft im kanadischen Montréal. Ihr Ziel: In den kommenden zwei Wochen ein weltweites Abkommen zum Schutz der Artenvielfalt zu verhandeln. Die Lage ist drängend: Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Ein Kommentar.

An einer Wegekreuzung in Brasilien steht ein Stück Amazonas-Regenwald neben Sojafeldern. Die Weltgemeinschaft beutet immer mehr Flächen aus.  Foto: Leo Correa/dpa

Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte hat die Erde so viele Tier- und Pflanzenarten verloren wie gegenwärtig, Jahr für Jahr verschwinden Tausende, unwiederbringlich. Bis der Fortgang dieser Entwicklung gestoppt werden wird, werden noch viele Jahre vergehen. Wenn es überhaupt gelingt. Denn während in Sachen Klimawandel das grundsätzliche Problem benannt ist und erste Maßnahmen ergriffen werden, hinkt die Weltgesellschaft in Sachen Biodiversität weit hinter ihren Ansprüchen und Vorhaben zurück. Eine ­Million von geschätzt etwa acht Millionen Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht – viele schon in den kommenden Jahrzehnten.

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