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Kommentar

Stiko-Impfempfehlung für alle Kinder ab fünf Jahren: Warum erst jetzt?

Die neue Stiko-Impfempfehlung für alle Kinder ab fünf Jahren schafft Klarheit. Gerade die Stiko und das Bundesgesundheitsministerium haben beim Thema Kinderimpfungen in der Vergangenheit unnötig für Verwirrung gesorgt. Ein Kommentar.

Von Stefan Biestmann

In Deutschland wurden laut RKI bereits mehr als 22 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen gegen Corona geimpft, in NRW sind es 27,8 Prozent. Foto: Robert Michael

Mit der Corona-Impfempfehlung für alle Kinder ab fünf Jahren schafft die Ständige Impf­kommission (Stiko) endlich Klarheit. Das dürfte einigen Eltern die Ent­scheidung erleichtern. Aber warum erst jetzt? Dass es eine gesicherte Datenlage braucht und die Analyse von möglichen Nebenwirkungen bei solch einem sensiblen Thema viel Zeit in Anspruch nimmt, ist noch nachzuvollziehen.

Doch es wurde zuvor schon viel Porzellan zerschlagen. Die Stiko und das Bundesgesundheitsministerium haben für Verunsicherung gesorgt. Erinnert sei an Stiko-Chef Mertens, der vor Monaten erklärte, er würde sein eigenes Kind nicht gegen Corona impfen lassen. Auch wenn er die Aussage später bedauerte, bewies er mangelndes Fingerspitzengefühl. Das Gesundheitsministerium veröffentlichte Ende 2021 zeitweise eine Stiko-Impfempfehlung für alle Kinder ab fünf. Dabei empfahl die Stiko die Impfung damals vorrangig nur für Kinder mit Vorerkrankungen.

Allen Irritationen zum Trotz: In NRW ist schon mehr als jedes vierte Kind unter zwölf Jahren geimpft. Das beweist: Viele Eltern haben sich nicht beirren lassen – und vertrauten zu Recht auf den Rat der Ärzte.

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