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Kommentar

Starkregen und Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels?

Das Wetter wird immer unberechenbarer und weist häufiger Extreme auf.  Die immer deutlicher werdenden Veränderungen können Anzeichen des Klimawandels sein. Ein Kommentar.

Von Ulrich Schaper

Heftige Regenfälle am Mittwoch (14.7.) hatten starke Auswirkungen auf den Verkehr in Steinfurt. Foto: Ralph Schippers

Temperaturrekorde in den USA und Kanada, Hitzewellen in Mexiko, Spanien, Lappland und Neuseeland, eine nie da gewesene Eisschmelze in der Arktis und nun Starkregen und Überschwemmungen in Deutschland und Europa.

Es gibt ja immer noch die weit verbreitete Hoffnung, dass wir vielleicht doch nicht im Klimawandel stecken. Die Wahrheit ist: Wir sind mittendrin. Es ist eine bittere Erfahrung, dass die globale Erwärmung nicht nur Folgen für Eisbären und Korallen hat, sondern auch für die menschlichen Lebensgrundlagen.

Extremwetter verteilen sich global und regional sehr ungleich. Ob ein einzelnes Wetterereignis unmittelbar mit dem Klimawandel zusammenhängt, kann niemand wissen. Dass das Ver­feuern von CO2 jedoch die Temperatur des Planeten und damit die Verdunstungs- und Niederschlagsrate erhöht, dass sich dadurch atmosphärische Zirkulationsmuster ändern – all das ist fundamentale Physik.

Und Deutschland? Die Parteien debattieren kurz vor der Wahl über alles Mögliche – nur nicht darüber, wie sie gedenken, das Land wetterfest zu machen. Abwarten, bis sich die Lage beruhigt? Funktioniert nicht. Es wird Zeit, über Zukunftspläne zu reden. Und zwar konkret!

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