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Zunehmende Dürre

Meteorologen erwarten extreme Hitzewelle im Westen der USA

Los Angeles (dpa)

Feuer wüten, das Wasser wird knapp und nun werden erneut Rekordtemperaturen im Westen der USA erwartet: Der Nationale Wetterdienst spricht entsprechende Warnungen aus.

Von dpa

Weite Teile der westlichen USA drohen extreme Hitze. Las Vegas könnte am Wochenende sein Temperatur-Allzeithoch erreichen. Da sind die Luftbefeuchter entlang des Strip eine willkommene Abkühlung. Foto: John Locher/AP/dpa

In den westlichen US-Bundesstaaten wird an diesem Wochenende erneut mit extremer Hitze gerechnet. Für mehr als 30 Millionen Menschen sprach der Nationale Wetterdienst entsprechende Warnungen aus.

In großen Teilen Kaliforniens und Nevadas gelte gar die höchste Warnstufe: Gesundheitlich gefährdet sind wegen der anhaltenden Hitze und einer fehlenden nächtlichen Abkühlung damit nicht nur Ältere oder Kranke, sondern die gesamte Bevölkerung. Extreme Hitze wird auch in Utah und Arizona erwartet.

50 Grad im Death Valley erwartet

Im für seine unglaubliche Hitze berüchtigten Death Valley in Kalifornien könnten die Temperaturen auf mehr als 50 Grad Celsius steigen. Die höchste, dort je gemessene Temperatur habe bei 56,7 Grad gelegen. Dieser Wert werde diesmal wohl nicht erreicht. Auch in Las Vegas und Sacramento könnte es besonders heiß werden.

Erst vergangene Woche hatte eine Hitzewelle im Nordwesten der USA und im westlichen Kanada mit Temperaturen bis knapp 50 Grad Hunderte Menschenleben gefordert. In der kanadischen Gemeinde Lytton rund 260 Kilometer nordöstlich von Vancouver waren 49,6 Grad gemessen worden - zuvor hatte der Rekord in Kanada bei 45 Grad gelegen. Wenige Tage danach war die Ortschaft in einem Flammeninferno fast vollständig zerstört worden.

Kalifornier zum Wassersparen aufgerufen

Wegen zunehmender Dürre und steigender Temperaturen hat Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom die Einwohner des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates zum Wassersparen aufgerufen.

Die Menschen sollten im Vergleich zum Vorjahr freiwillig 15 Prozent weniger Wasser verbrauchen, sagte er am Donnerstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz. Der Appell richte sich nicht nur an die Bevölkerung allgemein, sondern auch an die Industrie und die Landwirtschaft.

Die Bürger sollten kürzer duschen, den Rasen weniger häufig bewässern und etwaige Lecks in Leitungen reparieren. Es gehe um «gesunden Menschenverstand», betonte Newsom. Zugleich kündigte der Politiker der Demokraten an, der im April ausgerufene Dürre-Notstand werde um 9 weitere auf nunmehr 50 der 58 Bezirke Kaliforniens ausgeweitet. Dies entspreche etwa 42 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates.

Wissenschaftler sehen Klimawandel als Ursache

Niederschläge und die Schneedecke in den Bergen, die gewöhnlich die Wasserreservoire füllen, sind bereits auf einem kritischen Tiefstand. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern verschärft der Klimawandel zudem Trockenheit, Hitze und Wetterextreme, die zu heftigeren Waldbränden beitragen können.

Die Feuerwehr kämpft in Kalifornien derzeit gegen mehrere Brände. Nahe dem Redwood Valley im Bezirk Mendocino habe ein Feuer ein Gebäude zerstört, meldete die Feuerschutzbehörde Calfire. Mehrere Bewohner hätten vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen. Bis Donnerstagabend sei der Brand zu 75 Prozent unter Kontrolle gebracht worden.

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