Deutlicher Umsatzzuwachs

Starkes Quartal für Sony dank Playstation

Die neue Playstation 5 war im vergangenen Weihnachtsgeschäft kaum zu bekommen - doch auch mit Lieferengpässen verhalf sie Sony zu einem starken Quartal. Auch bei TV-Geräten stellte der japanische Elektronik-Riese die richtigen Weichen.

dpa

Der Sony-Hauptsitz in Tokio. Der japanische Elektronik-Riese konnte seinen Umsatz im Weihnachtsquartal kräftig steigern. Foto: Koji Sasahara

Tokio (dpa) - Sony kommt vor allem dank des Geschäfts mit seiner Spielekonsole Playstation weiter gut durch die Corona-Pandemie.

Zugleich profitierte der japanische Elektronik-Riese im vergangenen Quartal von der Nachfrage nach teureren Fernsehgeräten - und in den Hollywood-Studios halfen TV-Produktionen über die Kinoflaute hinweg.

Von der zum Weihnachtsgeschäft erschienenen neuen Konsole Playstation 5 verkaufte Sony 4,5 Millionen Geräte. Die Nachfrage war so hoch, dass die Playstation 5 kaum zu bekommen war. Zugleich legten der Spieleabsatz und Online-Dienste rund um die Playstation zu. Der Bereich steigerte den Umsatz um 40 Prozent auf 883 Milliarden Yen (sieben Mrd Euro) und den operativen Gewinn um 50 Prozent auf 80 Milliarden Yen.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz im Weihnachtsquartal um neun Prozent auf knapp 2,7 Billionen Yen (21,3 Mrd Euro), wie Sony mitteilte. Beim Gewinn gab es einen Sprung von 62 Prozent auf rund 372 Milliarden Yen. Sony hob nach dem starken Abschneiden die Prognosen für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr an.

Im Geschäft mit Filmen und TV-Sendungen machte Sony zwar weniger Umsatz angesichts der geschlossenen Kinos. Doch dadurch fielen auch die Marketing-Kosten für Kinostarts weg. Und in der Pandemie stiegen die Lizenzerlöse im TV-Geschäft und die Heimvideo-Verkäufe. Dadurch sprang der operative Gewinn der Sparte von 5,4 auf 22,2 Milliarden Yen (176 Mio Euro) hoch - auch wenn der Umsatz um ein fast Fünftel absackte.

Der Elektronik-Bereich profitierte zugleich vom Verkauf teurerer Fernsehgeräte und Kameras, während die Stückzahlen zurückgingen. Sony hatte das Angebot auf Premium-Geräte ausgerichtet. So steigerte die Sparte ihren operativen Gewinn um fast ein Drittel auf rund 106 Milliarden Yen (838 Mio Euro), während der Umsatz mit 649 Milliarden Yen unverändert blieb. Der seit Jahren schwächelnde Absatz von Sony-Smartphones sank weiter.

Das Geschäft mit Kamera-Sensoren für Smartphones anderer Anbieter, das in den vergangenen Jahren zu einer tragenden Säule für Sony wurde, lief unterdessen mäßig. Sony setzte weniger Sensoren bei niedrigeren Stückpreisen ab - rechnet aber mit einer Besserung.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-283845/2

Startseite