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Das Wichtigste aus dem Münsterland, aus Deutschland und der Welt

Tägliches Corona-Update vom 16. April 2020

Jeden Tag erreichen uns unzählige Nachrichten zum Coronavirus. Wir sammeln an dieser Stelle das, was heute wichtig war. Im Münsterland, in Deutschland und auf der Welt.

Carsten Voß

Foto: Anna Pappenheim (Grafik)

Zahlen und Statistiken spielen in der Corona-Krise eine wesentliche Rolle. Sie beeinflussen uns und unsere Gefühle, sie sind vor allem Grundlage für wichtige politische Entscheidungen wie Kontaktverbote oder die Lockerung derselben. Das Problem: Es gibt unterschiedliche Zählweisen, Lesarten, Interpretationen und Meldefristen. Und riesige Dunkelziffern. Wie wird beispielsweise die genaue Todesursache bei Menschen ermittelt, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren und dann gestorben sind? Der Kreis Steinfurt hat heute neun Todesfälle nachgemeldet – und diese Nachmeldung unter anderem mit verzögerter Datenübermittlung begründet.

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  • NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat einen Plan zur Rückkehr in den Schulalltag präsentiert. So können beispielsweise Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, ab dem kommenden Donnerstag wieder zur Schule gehen – müssen es aber nicht. Grundschulen sollen ab dem 4. Mai schrittweise und zunächst nur mit Viertklässlern den Unterricht aufnehmen. Fest steht: Die Verantwortlichen an den Schulen müssen sich in der kommenden Woche selbst erst einmal sortieren.
  • Bund und Länder wollen eine gemeinsame Linie für die Ausweitung der Kinder-Notbetreuung finden. Bei einer Telefonkonferenz soll am Freitag unter anderem erörtert werden, wie die stufenweise Rückkehr von Kindergartenkindern in die Betreuung am besten organisiert werden kann.
  • Nach den Beschlüssen über die Lockerung erster Maßnahmen in der Corona-Krise steht vor allem die Entscheidung in der Kritik, zunächst nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Auch die Verlängerung der Beschränkungen für Bevölkerung und Wirtschaft bis zum 3. Mai löst Unmut aus.
  • Eine große Mehrheit der Bundesbürger befürwortet angesichts der Corona-Pandemie eine stärkere staatliche Krisenvorsorge. Laut einer aktuellen Befragung zählt dazu beispielsweise die Forderung nach einer ausreichenden Vorsorge mit Atemmasken und Schutzkleidung für Ärzte und Pflegepersonal.
  • Nach dem grundsätzlichen Verbot aller Großveranstaltungen bis zum 31. August wird der Festivalsommer in Deutschland ausfallen. Wer für Rock am Ring, Wacken & Co. bereits eine Karte erworben hat, kann jedoch zuversichtlich sein, sein Geld zurückzuerhalten. Auch in Münster machen sich die Veranstalter großer Feste keine Illusionen mehr, dass die Termine noch zu halten sind. Bei den Vereinen des deutschen Profifußballs bleibt nach den neuesten Entscheidungen von Bund und Ländern jede Menge Ungewissheit.

Die Zahlen aus der Region

Im Münsterland gibt es nach offiziellen Angaben (Stand Donnerstag, 15.30 Uhr) 3357 bestätigte Corona-Infektionen – darunter 88 Todesfälle. Als gesundet gelten 2062 Patienten. Die aktuellen Zahlen (in Klammern: Stand am Vortag):

  • Münster 625 (622), davon gesundet 493 (482), verstorben 7 (7)
  • Kreis Borken 822 (804), davon gesundet 500 (464), verstorben 26 (23)
  • Kreis Coesfeld 464 (462), davon gesundet 319 (250), verstorben 13 (13)
  • Kreis Steinfurt 1032 (1007), davon gesundet 456 (437), verstorben 36 (27) [Der Anstieg der Todesfälle hängt mit einer konzentrierten Nachverfolgung von Todesfällen zusammen, bei denen das Corona-Testergebnis bisher nicht bekannt war]
  • Kreis Warendorf 414 (408), davon gesundet 294 (291), verstorben 6 (5)

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Über alle Entwicklungen im Münsterland informieren wir Sie laufend in unserem Corona-Newsticker. Überregionale Nachrichten zum Thema finden Sie in unserem Liveblog.

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