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Das Wichtigste aus dem Münsterland, aus Deutschland und der Welt

Tägliches Corona-Update vom 5. April 2020

Jeden Tag erreichen uns unzählige Nachrichten zum Coronavirus. Wir sammeln an dieser Stelle das, was heute wichtig war. Im Münsterland, in Deutschland und auf der Welt.

Carsten Voß

Foto: Anna Pappenheim (Grafik)

Der Sonntagsspaziergang führte heute vorbei an Sportanlagen, einem Restaurant, einem Friseursalon. Alle „vorübergehend bis zum 19. April geschlossen“. Was danach kommt, steht noch in den Sternen: Welche Lockerungen sind möglich und sinnvoll? Kanzleramtschef Braun warnte in einem Interview vor neuen Infektionsketten, sollten die Schulen, wie bislang geplant, ab dem 20. April wieder öffnen. Wie sollen Abstandsregeln auch nur ansatzweise einzuhalten sein, wenn tausende Schüler in Bussen, in Klassenräumen und auf den Schulhöfen zusammentreffen?

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  • Kanzleramtsminister Helge Braun hat betont, dass der Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland noch nicht erreicht ist. „Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns“, sagte Braun. Mit Blick auf die geschlossenen Schulen erklärte Braun, die Vorstellung, dass sich Kinder auf dem Schulhof zu 100 Prozent nach den Abstandsvorschriften verhalten würden, sei nicht sehr realistisch.
  • In Münster hat die Corona-Pandemie ein drittes Todesopfer gefordert. Der Patient (Jahrgang 1938) litt bereits vor der Infektion an Grunderkrankungen. Insgesamt sind im Münsterland nun 30 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion zu beklagen.
  • In der Lengericher Helios-Klink werden aktuell sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten und dem Pflegepersonal steigende Corona-Fallzahlen registriert. Mittlerweile sind zehn Ärzte und 18 Pflegekräfte mit dem Virus infiziert.
  • Die Einhaltung der geltenden Kontaktverbote dürfte für die Menschen in Deutschland mit Blick auf Ostern eine besondere Herausforderung werden. Die Bundesregierung appellierte daher eindringlich an alle Bürger, sich an die Leitlinien für das reduzierte öffentliche Leben zu halten.
  • In den Niederlanden fehlen Intensivbetten. Darum hat sich Prof. Hugo van Aken, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster, im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums mit einem Aufruf an alle Kliniken in Nordrhein-Westfalen gewandt.
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wünscht sich für die Zeit nach der Corona-Krise einen „Marshall-Plan“ nach historischem Vorbild. Sie plädierte für massive Investitionen in den EU-Haushalt.
  • US-Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen durch die Coronavirus-Epidemie auf harte Zeiten eingeschworen. Die Zahl der bestätigten Infektionen überschritt in den USA am Wochenende die Marke von 300.000 –  das waren deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt.
  • Die Fußball-Bundesliga fürchtet wegen der Corona-Krise mehr denn je um die Existenz ihrer Clubs. Für Unruhe sorgte jetzt ein Bericht des Fachmagazins „Kicker“, wonach 13 der 36 Profivereine – darunter vier Erstligisten – noch in dieser Saison die Insolvenz droht.

Die Zahlen aus der Region

Im Münsterland gibt es nach offiziellen Angaben der Bezirksregierung Münster (Stand Sonntag, 16:05 Uhr) 2648 bestätigte Corona-Infektionen – darunter 30 Todesfälle. Die Zahlen in Klammern geben den Meldungsstand vom Vortag um 16.15 Uhr wieder:

  • Münster 559 (552), davon gesundet 270 (270), verstorben 3 (2)
  • Kreis Borken 664 (650), davon gesundet 246 (218), verstorben 12 (12)
  • Kreis Coesfeld 399 (394), davon gesundet 140 (140), verstorben 5 (5)
  • Kreis Steinfurt 683 (631), davon gesundet 231 (220), verstorben 8 (7)
  • Kreis Warendorf 343 (342), davon gesundet 205 (193), verstorben 2 (2)

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Über alle Entwicklungen im Münsterland informieren wir Sie laufend in unserem Corona-Newsticker. Überregionale Nachrichten zum Thema finden Sie in unserem Liveblog.

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