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HSV-Profi

Nada: Verfahrenspartei in Causa Vuskovic ist der DFB

Hamburg (dpa)

HSV-Sportvorstand Boldt kritisiert die Nada. Es sei einiges unklar im Doping-Fall Vuskovic. Die Nada wehrt sich: Ansprechpartner und damit Beschwerde-Adresse für den Verein sei der DFB.

Von dpa

HSV-Profi Mario Vuskovic war positiv auf die verbotene Substanz Erythropoetin (Epo) getestet worden. Foto: Michael Schwartz/dpa

Die Nationale Anti-Doping-Agentur Nada weist Vorwürfe des Hamburger SV hinsichtlich des Verfahrens im Doping-Fall Mario Vuskovic zurück.

«Die Nada ist keine Verfahrenspartei, sondern begleitet dieses Verfahren nur. Daher werden Anträge im Verfahren an den DFB gerichtet und von ihm entschieden, nicht von der Nada», teilte die Agentur auf Anfrage mit. 

Sportvorstand Jonas Boldt vom Fußball-Zweitligisten hatte kritisiert: «Da finde ich, dass wir auch ein bisschen alleine gelassen werden von der Nada. Wir sind bereit, das alles aufzuklären, aber die Kooperation von der anderen Seite lässt doch zu wünschen übrig.» Der 21 Jahre alte Kroate Vuskovic war positiv auf die verbotene Substanz Erythropoetin (Epo) getestet worden. 

Vuskovic habe zudem angeboten, einen DNA-Test zu machen, sagte Boldt. «Aber irgendwie haben die das abgelehnt.» Mit einem DNA-Test kann abgeglichen werden, dass es sich tatsächlich um die Urin-Probe Vuskovics handelt. Das Anti-Doping-Regelwerk sieht im normalen Analyseverfahren allerdings keinen DNA-Test vor, informierte die Nada. 

Im weiteren Verlauf des Verfahrens bestehe jedoch die Möglichkeit, ausreichend Probematerial vorausgesetzt, eine DNA-Analyse durchzuführen. Die Integrität der Proben werde durch dokumentierte Versiegelungs- und Analyseverfahren sichergestellt. «Gleiches gilt für den Abgleich mit anderen Proben eines Athleten oder einer Athletin», hieß es weiter.

Bei einer Trainingskontrolle im vergangenen September war die verbotene Substanz Erythropoetin (Epo) im Urin des Innenverteidigers Vuskovic nachgewiesen worden. Daraufhin wurde er vorläufig gesperrt. Auch die B-Probe fiel positiv aus. Jetzt muss das DFB-Sportgericht über ein Strafmaß entscheiden. Im Regelfall wird eine Vierjahressperre verhängt.

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