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Fußball: Testspiel

Preußen bringen in Drensteinfurt alle Neune zu Fall

Drensteinfurt

Preußen Münster hat den ersten Test in der Vorbereitung auf die neue Saison in der Regionallliga West erfolgreich absolviert. Das Team von Trainer Sascha Hildmann gewann bei Bezirksligist SV Drensteinfurt mit 9:0 (1:0). Vor der Pause traf nur Jannik Borgmann,

Von Alexander Heflik

Da konnte Drensteinfurts starker Tormann Steffen Scharbaum noch klären gegen Münsters Jan Dahlke (links), später traf der Neu-Preuße noch dreifach beim 9:0-Sieg Foto: Jürgen Peperhowe

Am Ende langte der SC Preußen Münster noch richtig zu. Es hätte auch zweistellig werden können, doch auch so meldete sich der Fußball-Regionalligist wieder vielversprechend zurück. Beim Bezirksligisten SV Drensteinfurt gewann der SCP mit 9:0 (1:0), einige Hundert Zuschauer sorgten für Stimmung, es wurde geklatscht, gejubelt, gefachsimpelt und geblödelt. Hinten, in der letzten Ecke der Anlage im Erlfeld wurden sogar zwei Pyro-Fackeln abgebrannt, bisschen große Welt halt. „Football’s coming home“ – der Fußball kehrt heim. So oder so ähnlich dürfte es heißen, denn nach einer fast kompletten Geistersaison ohne Fankontakte, ohne Applaus und Pfiffe, war das ein Anfang. Die Preußenspieler waren froh, am Ende mal wieder ein paar Autogramme geben zu können. Die Gastgeber aus Drensteinfurt hatten das, was gemacht werden konnte, getan. Dies war tatsächlich ein kleines Fußball-Fest für die, die dabei sein durften.

Klare Rollenverteilung

Sportlich waren die Rollen verteilt, wer bei der Europameisterschaft von Ballbesitz-Fußball der Spanier sprach, die das Spielgerät rund 70 Prozent in ihren Reihen hatten, der sah den SCP dem Bezirksligisten noch deutlicher überlegen. Der SVD hielt mit allem dagegen, was er hatte, den Gästen aus Münster wurde nichts geschenkt.

Vor der Pause sorgten tatsächlich zwei Spieler des SVD für die Höhepunkte: Torwart Steffen Scharbaum fischte eine Reihe von Preußen-Chancen wie ein Hochseeangler einfach so weg. Zudem klärte Dennis Kreuzberg gleich zweimal für den Bezirksligisten auf der Linie. Der SCP hatte – natürlich – unglaublich viel Ballbesitz. Nicht einmal wurde Torwart Marko Dedovic geprüft.

Chancen ungenutzt

Auf der anderen Seite hatte der SCP Chancen für ein Dutzend Treffer, gerade die Neuzugänge aus Lübeck, Thorben Deters und Marvin Thiel, machten viel Rabatz. Nur der letzte Punch beim Abschluss fehlte einfach. So kam es nach einer Ecke von Thiel zum einzigen Treffer vor der Pause, als Jannik Borgmann einköpfte – über eine halbe Stunde war da schon gespielt.

Natürlich wechselte Trainer Sascha Hildmann alles nach der Pause ein, was noch auf der Bank saß – bis auf A-Junior Jonathan Wensing, der weiter als Jung-Jahrgang auf eine Sonderspiel-Erlaubnis wartet. Dafür wurde mit Noah Kloth ein weiterer A-Junior in das Team gespült, er führte sich gleich mit einer Direktabnahme nach einer Ecke ein. Wenig später war es Joshua Holtby, der Alexander Langlitz bediente. Dieser setzte sich geschickt durch und traf zum 2:0. Langlitz brachte viel Schwung in die Partie, traf nicht nur, sondern bereitete auch Tore vor. Aber erst in den letzten halben Stunde brachen die Dämme bei den tapferen Hausherren, sieben Treffer schenkte der SCP dem Bezirksligisten noch kräftig ein.

Dreierpack von Langlitz

Ein Dreierpack des eingewechselten Langlitz – davon ließ sich auch Neuzugang Jan Dahlke, der von Wormatia Worms gekommen war, inspirieren: Auch er traf dreifach. Mit Henok Teklab von Bayern Alzenau punktete ein weiterer Zugang und traf zum 4:0.

Kapitän: Routinier Julian Schauert befindet sich in seiner dritten Saison beim SCP, und der 33-Jährige wird weiterhin die Kapitänsbinde tragen dürfen.

Münster: (1. Halbzeit) Dedovic – Hoffmeier, Scherder, Borgmann – Schauerte, Remberg, Daube, Deters, Thiel – Bindemann, Wegkamp

Münster (2. Halbzeit): Dedovic - Kloth, Scherder, Hoffmeier, Borgmann - Langlitz, Schwadorf, Klann, Holtby - Dahlke, Teklab

Tore: 0:1 Borgmann (31.), 0:2 Langlitz (52.), 0:3 Dahlke (65.), 0:4 Teklab (68.), 0:5 Langlitz (77.), 0:6 Langlitz (84.), 0:7 Dahlke (85.), 0:8 Schwadorf (90.+3) 0:9 Dahlke (90.+4)

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