1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Fussball
  6. >
  7. Auch dank einer starken Bank ist alles im Fluss bei den Preußen

  8. >

Fußball: Regionalliga West

Auch dank einer starken Bank ist alles im Fluss bei den Preußen

Münster

Preußen Münster bleibt dran im Titelrennen der Regionalliga West. Der 3:1-Heimerfolg über RW Oberhausen stärkt das Selbstvertrauen. Trainer Sascha Hildmann sieht den fünf Punktspielen vor der Weihnachtspause zuversichtlich entgegen. Auch deshalb: Seine Reservebank in dieser Besetzung ist furchteinflößend.

Von Alexander Heflik

Zwei, die die Preußen gerade stark machen: Mittelfeldrenner Nicolai Remberg (l.) und Stürmer Gerrit Wegkamp Foto: Jürgen Peperhowe

Das Feld der Meisterschaftsanwärter in der Regionalliga hatte längst seine Konturen. Als am Samstag der SC Preußen Münster das Heimspiel vor 6548 Zuschauern schon recht eindrucksvoll mit 3:1 gegen RW Oberhausen gewonnen hatte, konnte mit Fug und Recht von einer Verkleinerung auf ein Quartett gesprochen werden. Auch wenn SCP-Trainer Sascha Hildmann nicht in diesen Kanon einsteigen will, so ist RWO durch die Niederlage schon entscheidend ins Hintertreffen geraten. Es bleiben Essen, Münster, Wuppertal und Fortuna Köln im Titelrennen, 16 von 38 Spieltagen sind absolviert.

Schulze Niehues blickt zurück

Der SCP hat sich im Herbst auf die Liga eingestellt, holte seit dem 9. Oktober 16 von 18 möglichen Punkten. In der Retrospektive dürfte das magere 2:2 beim VfB Homberg heilsame Wirkung gezeigt haben. „Danach waren wir alle unzufrieden, haben uns dann aber auch gleich hingesetzt und die Dinge zusammen aufgearbeitet. Auch wenn es blöd klingt, vielleicht haben wir das in dem Moment gebraucht, um die Sinne zu schärfen“, blickte Torwart Max Schulze Niehues zurück.

Coach Hildmann kehrte auch zum erfolgreichen System des Saisonstarts zurück. Blickt Schulze Niehues auf das Spiel vor ihm, dann sagt er: „Im 4-3-3 fühlen wir uns alle sehr wohl, auch Dominik Klann hat sich auf der Sechserposition da sehr gut eingefunden. Die Abläufe funktionieren sehr gut, das ist sicher ein Schlüssel.“

Luxusprobleme beim SCP

Hildmann hat derweil das eine oder andere Luxusproblem. Bis auf drei Langzeitverletzte sind alle fit, alle wollen spielen, Münsters Ersatzbank am Samstag zum Beispiel war furchteinflößend für den Gegner. „Zähneknirschen gehört dazu“, sagte Hildmann vor der Partie gegen RWO über seine Reservisten. Gemeint war Joshua Holtby, der vermutlich bei jedem anderen Regionalligisten erste Wahl wäre. Oder Verteidiger Jannik Borgmann, der später genauso eingewechselt wurde wie Alexander Langlitz. Luke Hemmrich kam sogar über das Warmmachen nicht hinaus. Hildmann: „Das sind Profis, die Rolle muss man annehmen. Aber alle haben das Gefühl, dass sie dazugehören.“ Münsters aktuelle Erfolgsserie ist eng mit taktischen Umstellungen Hildmanns und seinem Gespür für interne Strömungen und Stimmungen verbunden. Alles ist im Fluß, durchaus positiv und in die richtige Richtung gehend.

Fünf Spiele vor Winterpause

Das Restprogramm vor der kurzen Winterpause ist dabei – ja, was eigentlich? Am Samstag geht es gegen Schlusslicht KFC Uerdingen in Velbert. Sollte irgendwer auf die Idee kommen und in Anwesenheit Hildmanns über eine leichte Aufgabe, einen Spaziergang sprechen, wäre der Fußballlehrer alles andere als amüsiert. Fokus richten, seriös auftreten, gut vorbereiten – so lauten seine Stichworte. Münster ist dran an Spitzenreiter Essen. Ja, ein Sieg am Samstag darf schon erwartet werden. Nein, in den Schoss wird dieser nicht fallen. Danach geht es noch gegen Wiedenbrück, Köln II, Aachen und Mönchengladbach II. Einfach, so Hildmann, gibt es nicht.

Startseite
ANZEIGE