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Fußball: DFB-Pokal

Bundesgericht verhandelt Wolfsburger Berufung gegen Preußen-Weiterkommen 

Münster

Am Donnerstag haben die Preußen Klarheit. Das DFB-Bundesgericht verhandelt dann um 13.30 Uhr die Berufung des VfL Wolfsburg gegen das Pokal-Weiterkommen des Regionalligisten am grünen Tisch. Die Münsteraner geben sich weiter zuversichtlich.

Von Thomas Rellmann

Die Preußen-Abordnung in der vergangenen Woche: Peter Niemeyer, Simeon Scheuermann, Harald Menzel und Bernhard Niewöhner Foto: Jonas Austermann

Die Gäste im „Doppelpass“ auf Sport1 waren sich am Sonntagmorgen beinahe einig: Ein Wiederholungsspiel zwischen Preußen Münster und dem VfL Wolfsburg in Runde eins des DFB-Pokals wäre die fairste Lösung. Vor allem Ex-Referee Manuel Gräfe, ohnehin im Clinch mit dem Verband, plädierte deutlichst dafür, den Einspruch der Niedersachsen, die sechs statt der erlaubten fünf Wechsel vorgenommen hatten, stattzugeben. Er habe zudem von einer gewissen Verwunderung bei der Fifa über das Urteil des Sportgerichts vor einer Woche gehört, ließ der 47-Jährige wissen.

Ob der Protest der Wölfe Erfolg hat, entscheidet sich am Donnerstag. Dann ist in der Verbandszentrale in Frankfurt um 13.30 Uhr die Berufungsverhandlung angesetzt. Die Sitzung unter dem Vorsitz von Achim Späth hat auch wieder eine Beweisaufnahme, grundsätzlich sind dieselben Zeugen geladen wie am Montag vergangener Woche. Münsteraner müssen nicht aussagen. Für Sonntag ist die ohnehin schon einmal verschobene Auslosung der 2. Runde angesetzt. In der würde der SCP als Viertligist in einem anderen Topf als der VfL landen, daher drängt die Zeit.

Fristverlängerung für VfL Wolfsburg

Der Bundesligist hatte eine Fristverlängerung für seinen Einspruch bis Freitag erwirkt. Die Preußen bekamen daraufhin wiederum bis zu diesem Dienstag Zeit für ihre erneute Stellungnahme, die erneut Jurist Simeon Scheuermann von der Münchener Kanzlei Duvinage formulierte und darin auf die Ausführungen des Wolfsburger Rechtsbeistands Christoph Schickhardt einging. Auch ein schriftliches Verfahren wäre nun denkbar gewesen, stattdessen entschied der DFB nun, dass erneut vor Ort über die Konsequenzen des Wechselfehlers befunden wird.

Hat der Regionalligist nun Sorge, dass der auch finanziell extrem lukrative Einzug in die 2. Runde wieder gekippt wird? „Nein“, sagt Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. „Die Urteilslinie war relativ klar. Auch der Paragraf dazu liest sich eindeutig aus unserer Sicht.“

Zwei Spiele vorverlegt

Eine baldige Entscheidung wäre jedenfalls im Sinne des Außenseiters. Das Transferfenster schließt nächste Woche Dienstag, zwei Profis sollen noch verpflichtet werden. Für Sportchef Peter Niemeyer würde sich bei einem positiven Bescheid des DFB der wirtschaftliche Rahmen nennenswert erweitern.

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