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Fußball: Bundesliga

Mane, Götze und Haller - neue Stars helfen im weltweiten Wettbewerb

Münster

Erling Haaland ist schon weg, auch Robert Lewandowski könnte die Bundesliga noch in diesem Sommer verlassen. Nur gut also, dass neue Stars bereits da sind oder zumindest im Anflug. Eine Analyse.

Von Jonas Austermann

Sadio Mane wechselt für rund 32 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Bayern München. Foto: Imago/Sven Simon

Der Hype um Sadio Mane hat am Mittwochnachmittag in der Allianz Arena seinen vorläufigen Höhepunkt erlebt. Der 30-jährige Offensivmann – bislang beim FC Liverpool unter Vertrag – ist im Wohnzimmer des FC Bayern München offiziell vorgestellt worden, der Medien-Rummel war groß.

Schon am Tag zuvor hatten die Journalisten den Neuzugang zunächst am Privat-Terminal des Münchner Flughafens in Empfang genommen und waren ihm anschließend zum Medizincheck gefolgt. Klare Sache: Die Bundesliga hat einen, wenn nicht gar den neuen Top-Star in ihren Reihen.

Luxus pur bei Bayerns Mane-Vorstellung

Die Bayern selbst ließen daran freilich keinen Zweifel aufkommen. Schon die Vertragsunterschrift in einem Fünf-Sterne-Luxus-Hotel mit Blick auf Frauenkirche, Alten Peter und Rathausturm zeigte die herausragende Stellung des 32-Millionen-Mannes: So war bisher noch kein Neuer empfangen worden.

Auch nach der Signatur überboten sich die Münchner Verantwortlichen mit Superlativen. Präsident Herbert Hainer nannte Mane „einen Weltstar“, der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn sprach von einem Spieler, „wie es nur ganz wenige auf der Welt gibt“. Und Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagte: „Mit Sadio Mané kommt ein internationaler Top-Star zum FC Bayern, der dem Weltfußball seinen Stempel aufgedrückt hat.“

Haaland weg, aber Götze zurück

Abseits all dieser Lobeshymnen darf die Bundesliga sich in der Tat freuen. Auf einen Offensivfußballer, der für Spektakel steht. Einigen Bayern-Gegnern wird das herzlich egal sein, aber auch kleinere Clubs profitieren davon, wenn die Liga mit Frontmännern wie Mané aufwarten kann – Stichwort internationale Vermarktung.

Mit Dortmunds Erling Haaland (21) ist zweifelsfrei einer von Bord gegangen, der weltweites Interesse hervorrief – er spielt nun für Manchester City, also in England, einem Sammelbecken für Top-Kicker. Da hilft es, dass mit Mario Götze (30) der WM-Final-Torschütze nach Deutschland zurückkehrt. Den „verlorenen Sohn“ zieht es zu Eintracht Frankfurt.

2014 schoss Mario Götze die deutsche Nationalmannschaft gegen Argentinien zum Weltmeister-Titel, nun kehrt der 30-Jährige in die Bundesliga zurück und schließt sich Eintracht Frankfurt an. Foto: Imago

Und die Erfolgsmeldungen aus Sicht der Bundesliga dürften in den nächsten Tagen noch (mindestens) eine Ergänzung erfahren: Sebastien Haller steht für rund 31 Millionen Euro vor einem Wechsel von Ajax Amsterdam zum BVB. Der letztjährige Zweite würde mit dem Mittelstürmer weiter aufrüsten. Zudem kommen Niklas Süle aus München, Nico Schlotterbeck aus Freiburg, Karim Adeyemi aus Salzburg und Salih Özcan aus Köln.

FC Bayern: Was macht Lewandowski?

Winkt gar ein spannender Titelkampf? Bayern München hat seine Einstellung dazu mit der Verpflichtung von Mané hinreichend kommentiert. Aber: So sehr die Verantwortlichen des Rekordmeisters sich auch bemühen, zu betonen, dass Mané kein (Star-)Ersatz für Robert Lewandowski ist, steht dessen Wechselwunsch weiterhin im Raum. Zum FC Barcelona soll es für die Tormaschine gehen – und der hoch verschuldete Club soll sich gerade frisches Geld besorgen, um die geforderten 50 Millionen auf den Tisch legen zu können.

Gut vorstellbar also, dass sich mit Lewandowski ein Gesicht der Bundesliga – vor allem im Ausland – verabschiedet. Das wird einige Gegner aufatmen lassen, die Marke Bundesliga hingegen schwächen. In jedem Fall ist der jüngste Münchner Transfer-Coup ein kluger Schachzug, der (Zitat Hainer) „die Attraktivität der gesamten Bundesliga erhöht“. Und davon profitieren letztlich 18 Vereine, einer natürlich besonders.

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