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Ex-Bayern-Boss vor Topspiel

Rummenigge: Dortmund «gibt nicht auf, das imponiert mir»

München (dpa)

Einen Grund für den Abstand zwischen dem FC Bayern München und seinem nationalen Konkurrenten Borussia Dortmund sieht Karl-Heinz Rummenigge in der unterschiedlichen Siegermentalität.

Von dpa

Führte den FC Bayern viele Jahre als Vorstandsboss: Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Sven Hoppe/dpa

«Als ich mit 18 Jahren vier Wochen hier trainiert hatte, wusste ich schon: Man darf hier alles, nur kein Spiel verlieren», sagte der langjährige Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters aus München im Interview der Funke-Mediengruppe. 

«Die Spieler betreten den Platz nicht mit Angst, aber sie wissen, wenn wir verlieren, wird die Woche nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig.» In Dortmund gehe man mit Kritik etwas entspannter und anders um.  

Spiele wie das 2:3 der Dortmunder in der vergangenen Woche beim 1. FC Köln seien «in jedem Fall Schlüsselspiele», sagte der 67-Jährige. «Durch einen Sieg wären sie wahrscheinlich mit deutlich breiterer Brust in das Duell gegen Bayern gegangen.» Allerdings sei das 4:1 des BVB in de Champions League in Sevilla «sicher Balsam für die Borussen-Seele» gewesen. 

Die Dortmunder empfangen am heutigen Samstag (18.30 Uhr/Sky) den Münchner Rivalen. Vor dem neunten Spieltag sind beide Clubs punktgleich. Angeführt wird die Liga aber vom 1. FC Union Berlin und dem SC Freiburg. 

Die Dortmunder waren 2012 der letzte Verein, der statt des FC Bayern den Meistertitel gewann. Seitdem vergrößerte sich die Lücke zwischen den beiden deutschen Top-Clubs. «Wenn Bayern München zehnmal Meister wird, fehlt natürlich der letzte Pfiff», räumte Rummenigge ein. «Aber Dortmund gibt nicht auf, das imponiert mir.» 

Der Unterschied liege in der Philosophie. «Bayern München hat es in der Regel nicht nötig, Starspieler zu verkaufen, um die Bilanz aufzubessern», sagte er weiter. In Dortmund werde stattdessen jetzt schon über einen Abgang des englischen Super-Talents Jude Bellingham gesprochen. «Der FC Bayern würde einen solchen Spieler nicht verkaufen.»   

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