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Fußball: Regionalliga West

Das Preußen-Plus: Münsters Kader ist breit und ohne Gefälle aufgestellt

Münster

Ein positiver Corona-Test hier, eine Verletzung da – personelle Ausfälle sind in dieser Saison der stete Begleiter des SC Preußen Münster. Doch der Spitzenreiter der Regionalliga West konnte diese zumeist auffangen – auch dank der Kader-Planung von Sportchef Peter Niemeyer.

Von Thomas Rellmann

Zwei Beispiele, wie man aus Neben- in Hauptrollen schlüpft: der jubelnde Alexander Langlitz und Thomas Kok (kl. Bild, l.). Foto: Jürgen Peperhowe

Vor der Saison war der feste Plan von Peter Niemeyer, das Gefälle im Kader von Preußen Münster möglichst gering zu halten und gleichzeitig eine solche Breite und Flexibilität hervorzurufen, dass jeder Ausfall zu kompensieren ist.

Wenige Spieltage vor Schluss lässt sich konstatieren, dass die Idee des Sportchefs aufgegangen ist. Ausfälle, ob corona- oder verletzungsbedingt, gab es in der gesamten Serie beim aktuellen Spitzenreiter oft. Ins Kontor schlugen sie kaum (Ausnahme Dennis Daube). Doch auf der Zielgeraden zeigt sich der Wert des gleichwertigen Aufgebots besonders. Ein positiver Test bei Dominik Klann und Manuel Farrona Pulido, zuvor auch bei Gerrit Wegkamp und Keeper Max Schulze Niehues, den nun noch ­Rückenprobleme ereilten, dazu der Muskelfaserriss von Thorben Deters und nicht zu vergessen die Schulterblessur von Lukas Frenkert – lässt sich alles auffangen.

Thomas Kok liefert ab

Für Klann etwa sprang zuletzt dreimal Thomas Kok ein, der nach seinem Wintertransfer bisher eher eine Nebenrolle spielte und in den unglücklichen Partien mitwirkte. Nun aber: Bonn, Verl, Schalke. Drei Siege, dreimal mit dem Nieder­länder. „So bekomme ich einen besseren Rhythmus, das tat mir gut“, sagte der Sechser, der genau für diese Situationen geholt wurde. „Ich denke, das sieht man auch in meinem Spiel. Hoffentlich geht es so weiter.“

Darauf hofft auch Alexander Langlitz, der nach einer torreichen letzten Saison in der laufenden einige kleinere Verletzungen zu verkraften hatte, passend zum Saisonfinale aber doch noch ins Rollen kommt. „Ich fühle mich richtig gut, bin jetzt top-fit. Mit 80, 90 Prozent geht es auf dem Niveau nicht, seine Leistung zu bringen“, sagte der 31-Jährige, der am Mittwoch und Samstag traf und dem die Verschnaufpause gegen Bonn zuvor offenbar gutgetan hatte. Zumal Deters und Farrona Pulido im Augenblick noch ersetzt werden müssen.

Dedovic als leise Nummer zwei

Doch damit nicht genug. Marko Dedovic blieb die gesamte Spielzeit über die leise Nummer zwei und war dann doch voll da, als Schulze Niehues jüngst drei von vier ­Ligapartien verpasste. Kein Gegentor in 270 Minuten – nicht schlecht. Der nächste Nachrücker ist Deniz Bindemann, der lange auf seine Chance warten musste, aber Wegkamp mit zwei Treffern jüngst gut vertrat. Für Pechvogel Frenkert springt seit Anfang März Luke Hemmerich in die Bresche – und wird immer besser. Die Strategie zahlt sich aus. Muss einer passen, ist ein anderer da. Ein echter Erfolgsfaktor.

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