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Expertengremium

DFB-Präsident Neuendorf: Erstes Ziel nicht Diversität

Frankfurt/Main (dpa)

An der Besetzung des Expertenrats beim Deutschen Fußball-Bund gibt es Kritik. Fehlende Diversität wird DFB-Chef Neuendorf vorgeworfen. Der verteidigt sich - und lädt eine Kritikerin zum Gespräch ein.

Von dpa

Verteidigt sich gegen Kritik an der Zusammenstellung des neuen Expertengremiums: Bernd Neuendorf. Foto: Arne Dedert/dpa

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich erneut gegen Kritik an der Zusammenstellung des neuen Expertengremiums beim Deutschen Fußball-Bund ohne Beteiligung von Frauen verteidigt.

«Es war nicht unser erstes Kriterium, hier für Vielfalt und Diversität zu sorgen, das machen wir an anderer Stelle im Verband», sagte Neuendorf in der ARD. 

Dabei verwies er auf eine diverse Zusammensetzung von Gremien im Verband. «Hier ist es einfach so, dass wir Menschen brauchen, die über eine Menge Erfahrung verfügen, die in der Männer-Nationalmannschaft gespielt haben, die für den DFB gearbeitet haben, die über einen reichen Erfahrungsschatz im Profigeschäft, die über eine Reihe von Kontakten verfügen», sagte Neuendorf über die Expertengruppe. 

Unter der Leitung von Neuendorf (61) und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke (63) wird diese von Karl-Heinz Rummenigge (67), Rudi Völler (62), Oliver Kahn (53), Matthias Sammer (55) und Oliver Mintzlaff (47) gebildet. Das Gremium soll über die Zukunft der DFB-Auswahl und die künftige Besetzung des Postens des ehemaligen Geschäftsführers Oliver Bierhoff beraten. «Wir könnten dieses Gremium noch aufblähen, aber ich glaube, dass dieser Kreis gut gesetzt ist», sagte Neuendorf bei MagentaTV. «Ich bin zu jedem Gespräch bereit mit Menschen, die glauben, sich ernsthaft einbringen zu können.»

In den sozialen Medien war am Dienstag Kritik an der Zusammensetzung des Gremiums aufgekommen, insbesondere, weil dieses nur aus Männern besteht. Auch die frühere Nationalspielerin Tabea Kemme kritisierte eine einseitige Besetzung und fehlende Diversität. Neuendorf lud die Expertin von MagentaTV zu einem Gespräch ein. «Das nehme ich gerne an», sagte Kemme.

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