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Fußball: DFB-Pokal

Comeback, Zuschauer, Trikot – warum sich Preußen auf Wolfsburg freut

Münster

Preußen-Präsident Christoph Strässer, der sich aus sportlichen Dingen sonst heraushält, sorgte vor dem Preußen-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg plötzlich für Aufsehen. Aber halb so wild – vor dem K.o.-Hit am Sonntag stehen die positiven Dinge im Vordergrund.

Von Thomas Rellmann

Christoph Strässer Foto: Peperhowe

Auf einmal entwickelte sich eine Art ­ Säbelrasseln zwischen Preußen Münster und dem VfL Wolfsburg. Christoph Strässer, Präsident des Regionalligisten, entschuldigte sich beim niedersächsischen Portal „Sportbuzzer“ für seine Wortwahl. Er hatte nach der Auslosung ausgesprochen, was die meisten Fans dachten. Dass die Wölfe sportlich schwer, aber eher „unattraktiv“ seien. Jetzt also doch politisch korrekt – der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete steht für diese Werte.

Dann der augenzwinkernde Konter der Preußen-Medienabteilung, die bei Twitter die Verwendung des falschen Adler-Logos monierte, selbst aber offenbar auch nicht das aktuellste VfL-Wappen verwendet hatte. Alles friedlich, alles in Ordnung – aber doch mal ein gewisser Konkurrenzgedanke, der sportlich natürlich kaum aufrechtzuerhalten ist.

Van Bommel ist vorbereitet auf Preußen

Trotzdem hat sich der VfL gewissenhaft auf den Underdog vorbereitet, viel Videomaterial angefordert, Testspiele beobachtet, sich sogar die Spielbälle zur Probe schicken lassen. Am Samstag bezieht das Team in Münster Quartier. Anstoß ist Sonntag um 15.30 Uhr. Der neue Wolfsburger Trainer Mark van Bommel betont: „Wir dürfen nicht lässig in das Spiel gehen. Auch Vereine aus den niedrigen Ligen können mal gewinnen. Wir wissen ganz genau, wie die Preußen spielen. Wir wissen, wie sie sich verhalten, wenn sie den Ball haben und wie, wenn sie den Ball nicht haben.“ Maximilian Arnold ist nach Olympia wieder spielbereit, Paulo Otavio und Joao Victor fallen verletzt aus.

Die Preußen fiebern der Partie aus mehreren Gründen entgegen. Erstens stehen sie erstmals seit 2014 (1:4 gegen Bayern München) wieder in der Hauptrunde, dann sind so viele Fans wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr zugelassen (gut 7000 werden erwartet) – und zu guter Letzt läuft der SCP erstmals im mit viel Vorschusslorbeer bedachten neuen Trikot auf.

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