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Fußball: Regionalliga West

Preußen reisen als starkes Kollektiv zum bisherigen Angstgegner Wegberg-Beeck

Münster

Bisher gab es wenig zu meckern an den Vorstellungen von Preußen Münster. Auch die Ausbeute ist ideal. Nun wartet mit dem FC Wegberg-Beeck eine Mannschaft, die zumindest in der vergangenen Saison kein Lieblingsgegner war. Trainer Sascha Hildmann betrachtet vor allem eine Kernkompetenz seines Teams als elementar.

Von Thomas Rellmann

Gut in Form: Nicolai Remberg (r.) hat sich bei den Preußen unverzichtbar gemacht. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Mittwoch beim 2:0 über Lotte handelte sich Nicolai Remberg Mitte der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte wegen Meckerns ein. Da die Partie zur Pause fast entschieden war und Trainer Sascha Hildmann nach eigener Aussage das Risiko meidet und vorbelastete Spieler gern vom Platz holt, rechneten nicht wenige mit der Einwechslung von Joshua Holtby für den 21-Jährigen. Doch Remberg blieb. „Ich war der Überzeugung, dass er das durchzieht“, betont der Coach nun. Was er nicht sagt: Das Eigengewächs hat mittlerweile eine prägende Bedeutung für den Regionalligisten. Mit Dennis Daube und Jules Schwadorf bildet er das Herzstück des Tabellendritten. „Nein, nein – das ganze Kollektiv, etwa die Innenverteidiger sind genauso wichtig“, wiegelt Hildmann ab. Das eine widerspricht dem anderen aber nicht.

Vor dem zweiten Auswärtsspiel beim FC Wegberg-Beeck am Sonntag (14 Uhr) sind sich Beobachter so oder so einig: Diese Preußen sind ein intaktes Gebilde, so gut liefen die Automatismen schon lange nicht mehr. Das zeigt sich weniger im dritten Tabellenplatz, den es für das Neun-Punkte-Maximum aktuell gibt, sondern eher in der Selbstverständlichkeit, mit der das Team auftritt.

Trainer Hildmann und das Gegenpressing

„Sowas ist nur gemeinsam möglich. Wichtig sind zum Beispiel die langen Wege, die wir im Rückwärtsgang gehen. Denn meist halten wir uns ja in der gegnerischen Hälfte auf“, so Hildmann. „Natürlich ist es eine Gefahr, wenn wir den Ball verlieren und dem Gegner so Räume geben. Aber umso entscheidender ist, dass wir sofort nachschieben und ein Rad ins andere greift, dass wir den Gegner jagen.“ Stichwort Gegenpressing.

Das soll auch der Außenseiter aus dem Kreis Heinsberg am Sonntag zu spüren bekommen. Nicht vergessen sind die beiden Begegnungen der Vorsaison, als die Preußen zu Hause trotz langer Überzahl nur ein 0:0 holten und es im Rückspiel im Mai die erste Niederlage (1:2) nach fünf Monaten gab. Hildmann sagt, das spiele keine Rolle mehr. Vergessen hat er die Partien aber nicht. „Punktuell wurde die Mannschaft verstärkt, im Grunde ist der Unterschied zum vergangenen Jahr aber nicht groß.“ Zumindest an der Spielweise dürfte sich wenig geändert haben. „Ich erwarte ein 5-4-1 und den Versuch, schnell umzuschalten“, so der Pfälzer. Es wird für die kommenden Monate vermutlich die Regel werden, dass der SCP auf äußerst tiefstehende und auf Konter lauernde Konkurrenz trifft.

Erstmaliger Klassenerhalt von Wegberg-Beeck

Auch wenn eine weitere englische Woche zu Ende geht, ist eine Rotation bei den Münsteranern nicht zu erwarten. Erstens ist der Kader für große Wechselspiele im Moment noch nicht groß genug – und zweitens besteht kein Bedarf. „Für mich bietet sich das noch nicht an“, so Hildmann. „In der Belastungssteuerung sehe ich uns im grünen Bereich.“

Wie gegen Lotte muss Deniz Bindemann passen. Mit einem Faserriss, den er sich vor einer Woche in Mönchengladbach zuzog, fehlt der Youngster noch für zwei, drei Spiele. Aber jammern möchte der Trainer auch über diesen Ausfall nicht. „Passt schon. Dann sind eben nur 17 Mann im Kader, letztes Jahr durften wir auch nur 18 mitnehmen.“

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Borgmann – Daube – Remberg, Schwadorf – Teklab, Wegkamp, Deters

Liveticker aus Wegberg ab 13.30 Uhr: www.wn.de/scp

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