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Früherer serbischer Profi

Ex-Fußballer und Trainer Mihajlovic an Leukämie gestorben

Bologna (dpa)

Schon länger litt der einstige Fußballstar Sinisa Mihajlovic an Leukämie. Nun ist der besonders auch in Italien populäre Serbe gestorben. Die Anteilnahme ist groß.

Von dpa

Ist im Alter von nur 53 Jahren gestorben: Der serbische Ex-Fußballer und Trainer Sinisa Mihajlovic. Foto: Massimo Paolone/LaPresse/dpa

Der frühere Fußballprofi und Trainer Sinisa Mihajlovic ist tot. Der Serbe erlag im Alter von nur 53 Jahren einer Leukämie-Erkrankung, wie seine Familie mitteilte.

In einer Erklärung der Angehörigen, die italienische Medien wie die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos verbreiteten, wurde er als «einzigartiger Mann und außergewöhnlicher Profi» bezeichnet. Der frühere Mittelfeldspieler gehörte Anfang der 1990er Jahre zu einer goldenen Generation der Fußballer aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Mihajlovic war 2019 an Blutkrebs erkrankt. Nach einer Knochenmarktransplantation und drei Chemotherapien kehrte der einstige jugoslawische Nationalspieler aber zurück auf die Trainerbank des FC Bologna in der italienischen Serie A, wo er schon als Spieler den Großteil seiner Profikarriere verbracht hatte. Im März dieses Jahres musste er erneut in Behandlung. Nach einem enttäuschenden Saisonbeginn trennte sich der Verein von Mihajlovic, der danach kein neues Engagement bei einem anderen Club übernahm. «Er hat tapfer gegen diese schreckliche Krankheit gekämpft», hieß es in der Erklärung der Familie.

«Du bist und wirst immer ein Sieger sein»

Der Tod des Sportlers sorgte für Trauer in Italien. «Du hast gekämpft wie ein Löwe auf dem Platz und im Leben», schrieb Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei Twitter. «Du bist und wirst immer ein Sieger sein.» Auch andere Spitzenpolitiker, Sportler und Funktionäre kondolierten, der FC Bologna twitterte: «Addio Mister, du wirst für immer in unseren Herzen leben.»

Mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister 1991 mit Roter Stern Belgrad feierte Mihajlovic schon früh in seiner Karriere den größten Vereinserfolg. Ein Jahr später wechselte er in die Serie A, wo er für den AS Rom, Sampdoria Genua, Lazio Rom und Inter Mailand auflief. Er galt stets als physischer und ruppiger Gegenspieler, außerdem war er ein sehr gefährlicher Freistoßschütze. In jenen Jahren gewann er unter anderem den Europapokal der Pokalsieger mit 1999 mit Lazio und wurde je einmal Meister mit den Hauptstädtern (2000) und Inter (2006). Im Anschluss an jene Saison beendete er seine aktive Karriere.

Er wurde Trainer und betreute unter anderem den AC Florenz, Sampdoria Genua, den AC Mailand, Sporting Lissabon in Portugal und bis vor wenigen Monaten Bologna. Von 2012 bis 2013 war er Nationaltrainer Serbiens, verpasste aber mit dem Team die Qualifikation für die Fußball-WM in Brasilien.

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