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Fußball-Bundesliga

Rückkehrer und Riesensummen: Die wichtigsten Infos vor dem Re-Start

Münster

Am Freitag kehrt die Bundesliga zurück, beendet die längste Winterpause der Historie. Wie ist der Stand der Dinge? Wer ist neu dabei? Wer kehrt zurück? Wer hat Deutschland verlassen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen vor dem Re-Start.

Die Bundesliga ist zurück – und mit ihr Bruno Labbadia (oben links), der in Stuttgart übernommen hat. Borussia Dortmunds Sébastien Haller (oben rechts) und Florian Wirtz (unten rechts) sind nach längerer Auszeit wieder fit. Hoffenheims Georginio Rutter (unten links) wechselte für viel Geld nach England. Foto: Imago/Avanti/Kirchner-Media/Revierfoto/Rudel

Die längste Winterpause der Bundesliga-Historie endet am Freitag. Verfolger RB Leipzig empfängt zum Auftakt ins Fußballjahr 2023 den Dauer-Champion und Spitzenreiter FC Bayern München (20.30 Uhr/Sat 1) – und das 68 Tage, nachdem der Ball im deutschen Oberhaus letztmals rollte. Unsere Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Re-Start.

Wie ist der Stand der Dinge?

15 Spieltage sind absolviert, es fehlen also noch zwei, bis die Hinrunde beendet ist. Nach dem Wochenende folgt der nächste Spieltag gleich am Dienstag und Mittwoch. Weitere Partien unter der Woche sind nicht vorgesehen, bis zum Saisonende am 27. Mai ist nur noch eine Länderspielpause (20. bis 28. März) geplant. Zur Tabelle: Bayern (34 Punkte) liegt vorne, der SC Freiburg (30) und Leipzig (28) folgen. Borussia Dortmund (25) ist nur Sechster. Auf den Abstiegsplätzen rangieren der FC Schalke 04 (9) und der VfL Bochum (13), der VfB Stuttgart (14) ist Drittletzter.

Wie sieht’s in anderen Ländern aus?

Deutschland ist der absolute Spätstarter. In England rollte der Ball schon ab dem 20. Dezember wieder – also zwei Tage nach dem WM-Finale. Frankreich (28. Dezember), Spanien (29. Dezember) und Italien (4. Januar) zogen nach. Ob die lange Pause der Bundesliga in den internationalen Wettbewerben zum Nachteil wird, ist fraglich. Bis zu den ersten K.o.-Duellen in Champions und Europa League bleibt den deutschen Clubs ein guter Monat, um sich in Form zu spielen.

Welche neuen Gesichter sind abseits des Rasens dabei?

Stuttgart geht mit Bruno Labbadia (56) ins Jahr 2023, der Coach wurde erst Anfang Dezember vorgestellt und bestreitet sein Debüt am Samstag gegen den FSV Mainz 05. Tags zuvor erlebt Max Eberl sein erstes Spiel in der neuen Funktion als Sport-Vorstand bei RB Leipzig. Vor dem Spiel gegen die Bayern zeigte der 49-Jährige sich schon angriffslustig, sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Es wird der Tag kommen, an dem die Bayern mal den Thron räumen müssen, dann werden wir uns alle freuen. Ich als Vertreter von RB Leipzig natürlich vor allem, sollten wir der Nachfolger sein.“

Welche Transfers gab’s in der Winterpause?

Der Wechsel von Gladbach-Keeper Yann Sommer zum FC Bayern zog sich wie Kaugummi – und tut das noch immer. Mit der Verpflichtung des Abwehrmanns Daley Blind reagierten die Münchner auf den Kreuzbandriss und das Saison-Aus von Lucas Hernández. Der neue Mann läuft übrigens seit Februar 2020 mit einem implantierten Defibrillator auf. Der BVB holte mit Julian Ryerson (Union Berlin) einen neuen Außenverteidiger. Besonders aktiv war der FC Augsburg, der – Stand jetzt – fünf Neue geholt und zwei Spieler abgegeben hat.

Bayern-Neuzugang mit Defibrillator: Der Niederländer Daley Blind löste seinen Vertrag bei Ajax Amsterdam auf und wechselte nach München. Foto: Imago/Sven Simon

Auf wen dürfen die Fans sich sonst noch freuen?

Die lange Unterbrechung spielte zwei Fußballern besonders in die Karten. Bei Sébastien Haller war kurz nach seinem Sommer-Wechsel zum BVB ein Hodentumor diagnostiziert worden, nach zwei Operationen und einer Chemotherapie kehrte er im Trainingslager in Marbella auf den Platz zurück. Im Test gegen den FC Basel steuerte Angreifer Haller gleich drei Treffer zum 6:0 bei. Er sagte: „Ich persönlich bin wirklich glücklich über die Tore. Jetzt heißt es, weiterzumachen und diese Tore in den wirklich wichtigen Spielen zu machen.“ Mit Leverkusens Florian Wirtz meldete sich ein Ausnahmekicker wieder fit. Der 19-Jährige hatte sich im März das Kreuzband gerissen und deshalb die WM verpasst. Im Dezember feierte er sein Comeback, fand schnell zurück zu alter Stärke. Leverkusens Coach Xabi Alonso sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Florian ist ein Geschenk für mich als Trainer. Er ist ein Spieler, der anders ist.“

Wer hat die Bundesliga verlassen?

Gleich zweimal schlugen kleine, aber finanzstarke englische Clubs zu. Kevin Schade (21) wechselte von Freiburg zum FC Brentford. Im Sommer greift eine Kaufverpflichtung, die den Breisgauern rund 25 Millionen Euro in die Kassen spülen soll. Hoffenheims Georginio Rutter (20) ging für 28 Millionen zu Leeds United, die Ablöse kann durch gut Klauseln noch auf 40 Millionen ansteigen.

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