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Fußball: WM in Katar

Rücktritt? So reagieren Bundestrainer Hansi Flick und Oliver Bierhoff

Al Chaur

Hansi Flick und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sind bei der WM in Katar krachend gescheitert.  Unmittelbar nach dem Aus in der Vorrunde bezog der Bundestrainer Stellung und sprach auch über seine persönliche Zukunft.

Von dpa

Bleibt Bundestrainer Hansi Flick nach dem frühen Aus bei der WM 2022 in Katar weiter auf seinem Posten? Eine schnelle Entscheidung schloss er selbst aus. Foto: Imago/Sven Simon

Bundestrainer Hansi Flick (57) flüchtete eilig vom Ort des nächsten WM-Desasters, seine blamierten Spieler blieben fassungslos zurück. Der deutsche Fußball liegt vier Jahre nach dem historischen Vorrunden-Aus schon wieder am Boden. Nach Joachim Löw in Russland hat es auch Nachfolger Flick bei der WM in Katar böse erwischt. Das dürftige 4:2 (1:0) im letzten Gruppenspiel gegen das limitierte Costa Rica nach späten Joker-Toren von Kai Havertz (73./85. Minute) und Niclas Füllkrug (89.) reichte am Donnerstag in Al Chaur nicht für den Einzug in die K.o.-Runde. Japans überraschender 2:1-Sieg gegen Spanien riss die DFB-Auswahl aus allen Achtelfinal-Hoffnungen.

Flick will trotz des Scheiterns in der WM-Vorrunde im Amt bleiben. „Von meiner Seite schon, mir macht es Spaß. Wir haben eine gute Mannschaft, gute Spieler, die nachkommen. Von daher liegt es nicht an mir“, sagte der Coach in der ARD.

Der Bundestrainer und ehemalige Coach des FC Bayern München will das Team trotzdem zur Heim-Europameisterschaft 2024 führen. Ihn reize die Aufgabe, mit der Mannschaft zu arbeiten, beteuerte er. Der für die Fußball-Nationalmannschaft zuständige DFB-Direktor Oliver Bierhoff erklärte: „Hansi Flick hat einen Vertrag bis 2024 und ich gehe davon aus, dass er ihn erfüllen wird.“

DFB-Direktor Bierhoff: „Habe keine Argumente“

Auch Bierhoff selbst will trotz des erneuten Scheiterns der Nationalmannschaft in der WM-Vorrunde keine persönlichen Konsequenzen ziehen. „Das schließe ich gerade aus“, sagte der 54-Jährige.  Der DFB-Direktor verwies in der ARD auf seine 18 Jahre Arbeit für den Verband und mahnte, seine gesamte Bilanz zu betrachten. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl für mich“, beteuerte der frühere Nationalspieler.

Er wisse allerdings, dass nach den jüngsten WM-Debakeln und dem frühen Aus im Achtelfinale der EM im vergangenen Jahr nun auch er infrage gestellt werde. „Leider habe ich keine Argumente mit drei schlechten Turnieren, die ich dagegenhalten könnte“, räumte Bierhoff ein. Er werde sich der Diskussion stellen und seine Verantwortung tragen.

Das blamable Aus in Katar habe ihn geschockt. „Unfassbar, weil wir natürlich schon an die Chance geglaubt haben“, sagte Bierhoff. Er spüre „riesige Enttäuschung und auch Wut“. Es dürfe aber nun nicht mit dem Finger auf vermeintliche Schuldige gezeigt werden.

Bundestrainer Flick: So sieht's in der DFB-Kabine aus

Bundestrainer Flick räumte ein: „Meine Enttäuschung ist riesengroß, das müssen wir erstmal verarbeiten.“ Sein Team habe gegen Costa Rica genügend Chancen für einen höheren Erfolg gehabt. „Das Aus hat sich heute nicht entschieden, es waren 20 Minuten gegen Japan“, sagte Flick mit Blick auf das 1:2 zum WM-Auftakt. „Wir hatten keine Effizienz in diesem Turnier“, bekannte Flick.

Während der Pressekonferenz sagte Flick, er wolle das WM-Debakel „sehr, sehr schnell“ aufarbeiten. „Ich bin immer einer, der sehr kritisch ist, und das wird auch in die Analyse mit einfließen.“ Aus der Kabine berichtete der Bundestrainer, auch dort sei die Enttäuschung „riesengroß“ gewesen.

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