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Fußball: Regionalliga West

Henok Teklab erhält schon den ultimativen Liebesbeweis beim SC Preußen Münster

Münster

Henok Teklab hat sich in die Herzen der münsterischen Fans gespielt. Der quirlige 22-Jährige gehörte zu den besten Preußen-Kickern beim 2:0 gegen die Sportfreunde Lotte und wurde bei seiner Auswechslung gefeiert. Wie alle anderen auch.

Von Thomas Rellmann

Der Liebesbeweis schlechthin: Henok Teklab durfte nach dem Spiel zu den Fans auf den Zaun an der Gegengerade. Zuvor war Luke Hemmerich für ihn eingewechselt worden und debütierte. Foto: Jürgen Peperhowe

Sie haben eineinhalb Jahre auf solche Momente warten müssen, haben genauso lange Ausschau gehalten nach neuen Publikumslieblingen. Nun können die Fans von Preußen Münster wieder feiern und sind gleichzeitig fündig geworden. Den mit phänomenalen Dribblings aufwartenden Henok Teklab haben die Anhänger in ihr Herz geschlossen. Bester Beleg war, dass sie ihn nach dem 2:0 (2:0) über die Sportfreunde Lotte als Anheizer auf den Zaun baten.

„Sie haben eine Hammerstimmung gemacht und uns immer angetrieben“, sagte der 22-Jährige. Sein Trainer Sascha Hildmann verzichtete zwar aufs Sonderlob für den Außenstürmer, geriet aber beim Gedanken an das zurückgekehrte Publikum erneut ins Schwärmen. „Die Zuschauer tragen uns. Es macht so einfach riesig Spaß – ich hoffe, dass es so bleibt.“

Am Auftritt seiner Elf hatte er ebenso wenig auszusetzen. Über die vielen vergebenen Chancen sah er gönnerhaft hinweg. „Man sieht eine Handschrift. Was wir trainieren, setzen wir auch um.“ Die Liste der Pluspunkte ist lang. Das Mittelfeldzentrum ist zweifellos das Herzstück und sucht womöglich seinesgleichen in der Liga. Wie aber auch Jannik Borgmann die Notrolle als Linksverteidiger interpretiert, ist aller Ehren wert. An beiden Toren war er beteiligt, schon in den zwei Ligaspielen zuvor hatte er mit Scorerpunkten geglänzt. Ballbehandlung und Offensivgeist zeichnen den Schlaks aktuell aus.

Sein Vordermann Thorben Deters wiederum traf auch im zweiten Heimspiel mit guter Schusstechnik. „Ich habe von Jules Schwadorf den Ball schon ein paar Sekunden eher gefordert und wusste, dass ich Raum habe. Der erste Kontakt war dann gut, wir haben das 1:0 einfach gut rausgespielt.“ Der 26-Jährige räumte gleichzeitig ein: „Mindestens einen mehr hätte ich machen müssen.“ Nicht nur er.

Die perfekte Neun-Punkte-Ausbeute kaschiert derzeit optimal, dass es gerade auf den Seiten aktuell eng ist, da Alexander Langlitz, Marvin Thiel und Manfred Kwadwo ausfallen und am Dienstag auch noch Deniz Bindemann zusehen musste. Umso wichtiger, dass Neuzugang Luke Hemmerich so flexibel ist und vorne rechts einspringen konnte. „Für den Anfang hat es zu einer Viertelstunde gereicht. Ich muss aber geduldig sein“, so der Blondschopf, der sich gut einfügte und von den Rängen gleich als „Luuuuke“ gefeiert wieder. „Das hat was. In anderen Vereinen gab es das auch schon mal.“

Debüt geglückt. Und die so lange vermissten Party-Sequenzen nach Spielschluss – inklusive Humba und altbekannten Schlachtrufen – haben bei ihm und allen anderen Preußen sicher Lust auf mehr gemacht.

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