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Fußball: Preußen Münster breit aufgestellt

Hildmann genießt die Qual der Wahl

Münster

Sascha Hildmann quält sich – und hat Spaß daran. Der Kader des Fußball-Regionalligisten SC Preußen Münster bietet auf allen Positionen Optionen, die es dem Trainer schwer machen, sich für eine Startformation zu entscheiden. So soll es sein, sagt Hildmann – und genießt den Kampf um die Positionen im Training.

Von Thomas Rellmann

Neuzugang Jan Dahlke hat sich mit fünf Toren schon mal in Stellung gebracht. In Duisburg traf er per Kopf zum 2:0. Foto: Jürgen Peperhowe

Eines ist nach nicht mal zwei Wochen Vorbereitung und nur drei Testspielen von Preußen Münster deutlich erkennbar: Der Konkurrenzkampf hat sich zumindest auf den meisten Positionen deutlich verschärft. Im Grunde gab der Regionalligist in diesem Sommer seine gesamte zweite Reihe ab. Statt potenzieller Tribünenhocker und Bankdrücker kamen – wenn auch dosiert – bisher fast ausschließlich Akteure, die einen Stammplatz beanspruchen. Das wird gerade im Mittelfeld und Angriff noch ein Hauen und Stechen bis zum Saisonstart.

Eingespielte Truppe

Dem Coach gefällt das naturgemäß. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Sascha Hildmann nach einer über weite Strecken starken Vorstellung in Duisburg am Dienstag (3:2). Das erhoffte Plus bestätigte sich gerade in dieser Partie: der größte Teil der Mannschaft ist gut eingespielt. „Die Abläufe sind bekannt“, so der Trainer. „Jungs wie Dennis Daube, Jules Schwadorf, Joshua Holtby sind ja im Zentrum geprägt aus dem letzten Jahr und geben Kommandos.“ Die Kugel lief schon mal ordentlich. „Auch die Wege nach hinten waren gut, ich habe viele Erkenntnisse gesammelt – aber zu viel will ich zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen.“ Der Ausfall der Partie bei Eintracht Rheine am Mittwoch schmeckte ihm natürlich weniger.

Vorne bieten sich mit Gerrit Wegkamp, Jan Dahlke und Deniz Bindemann gleich drei Kandidaten als Mittelstürmer an. Alle haben ihre Qualitäten, ein Zweierangriff ist eine neue Option. Alexander Langlitz oder die Neuen Thorben Deters, Manfred Kwadwo, Marvin Thiel und der erst mal ausfallende Henok Teklab können über die Flügel kommen. In der Zentrale sind Daube, Holtby, Nicolai Remberg, Dominik Klann, aber auch die etwas offensiveren Deters und Kwadwo ernsthafte Anwärter. Je nach System, je nach Gegner, je nach Spielstand.

Flexibilität ist Trumpf

Die Auswahlmöglichkeiten sind groß, die Qualität in der Breite wohl noch mal besser als in der Vorsaison, zumal die allermeisten Akteure sehr flexibel in ihrer Position sind.

Nur hinten hakt es

Einzig in der Deckung gibt es noch Nachholbedarf. Ein Innenverteidiger soll noch kommen, vielleicht sogar ein zweiter. Außer Simon Scherder, Marcel Hoffmeier und Jannik Borgmann gibt es hier keine Spezialisten. Gerade, wenn mit Dreierkette operiert werden soll, ist das zu wenig. Auf diese Formation deutet zumindest als Alternative einiges hin. Jedenfalls hat es nach den Abgängen von Niklas Heidemann und Lukas Frenkert noch keinen Kauf eines gelernten Linksverteidigers gegeben. Gastspieler Fadhel Morou hat gute Karten, ist aber eher Perspektivspieler als Soforthilfe. Allemal wird er am Sonntag in Dortmund noch einmal vorspielen. Hildmann und Sportchef Peter Niemeyer bauen vor allem auf Marvin Thiel auf diesem Flügel – am besten passt er in ein 3-5-2. Der 26-Jährige agierte in Lübeck aber so gut wie nie außen in der Viererkette. Außerdem kam er durch die letzte Saison nicht verletzungsfrei, in dieser Woche hatte er mit Wadenproblemen zu kämpfen und fiel aus. Mit Borgmann oder Kapitän Julian Schauerte gibt der Kader immerhin zwei Aushilfen für den Posten her. Und die sportliche Führung wird sich durchaus etwas gedacht haben bei ihrem Plan.

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